Blackberry: China-Start mit Zensur

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Übermorgen startet der Push-E-Mail-Service auch in China. Die Behörden haben über einen zentralisierten Speicher Zugriff auf die Mails.

Research in Motion führt im Joint Venture mit China Mobile seinen Blackberry-Dienst in China ein. Seit 2004 gab es mehrere Versuche von RIM, in China Fuß zu fassen. Doch die Pläne verzögerten sich, da die Behörden laut Zeitungsberichten befürchteten, die Kontrolle über den E-Mail-Verkehr zu verlieren. Diese “Gefahr” bestehe nun nicht mehr, da eine veränderte Version des drahtlosen E-Mail-Client der chinesischen Regierung erlaube, Inhalte zu kontrollieren und zu zensieren.

Während der Übertragung zwischen Handheld und E-Mail-Server sind die Daten raffiniert verschlüsselt. Doch auf dem Server werden sie dekodiert und sind zudem zentral von den Behörden abgreifbar, was RIM angeblich zulässt, um die notwendigen Genehmigungen für den Dienst zu bekommen.

Laut der OpenNet Initiative sind Chinas Behörden allerdings noch nicht in der Lage, ganze Nachrichten zu scannen. So würden sie sich momentan darauf beschränken, die Betreff-Zeilen nach inakzeptablen oder subversiven Wörtern abzusuchen.

Übrigens trifft RIM in China auf Konkurrenz: Unter dem Namen RedBerry betreibt China Unicom einen ähnlichen E-Mail-Service für Handys, natürlich zu geringeren Kosten. (rm/dd)

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