Warner: Rote Zahlen, 14 drohende Prozesse und mögliche Übernahme

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Der altehrwürdige Musikkonzern gerät ins Trudeln, zum Wochenende überstürzten sich förmlich die schlechten Nachrichten.

Obwohl der Warner Music Group 14 Gerichtsverfahren wegen Preisabsprachen bei Musikdownloads bevorstehen, der Konzern Verluste (netto 5,6 Millionen Euro) schreibt und einen Übernahmeversuch durch EMI nach dem anderen abzuwehren sucht, wurde bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen von blühenden Online-Geschäften berichtet. Dabei dürfte die Konzernleitung kaum noch gut schlafen. So wird ihr vorgeworfen, durch Absprachen gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben.

Aus Unterlagen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC geht hervor, dass Warner Music in 14 Sammelklagen benannt wird. Überwiegend wird dem Konzern vorgeworfen, an “geheimen Preisabsprachen bei Musik-Downloads” beteiligt gewesen zu sein. Vor drei Monaten hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Elliot Spitzer mit entsprechenden Untersuchungen begonnen.

Derweil lehnte der Warner-Vorstand eine weitere Übernahmeofferte seitens des Konkurrenten EMI ab. Jener hatten für Warner Music 4,2 Milliarden Dollar (3,36 Milliarden Euro) in Aktien und Bargeld geboten. Diverse Wallstreet-Analysten erwarten, dass es EMI mit höheren Offerten weiter versuchen werde. (rm/dd)

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