AOL Deutschland wird Mobilfunk-Anbieter

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In einem Zeitungsbericht kündigt der Geschäftsführer des Online-Dienstes an, noch im Laufe des Jahres die Infrastruktur für den Markteintritt als Mobilfunkanbieter bei einem anderen Netzanbieter zu mieten und unter eigener Vorwahl und eigenem Namen auf Kundenfang zu gehen.

Ursprünglich war bekannt geworden, dass AOL Deutschland künftig seinen Kunden IP-Telefonie und E-Mails via Handy anbieten will. Doch die Pläne gehen weiter, geht aus einem Artikel in der kommenden Ausgabe der WirtschaftsWoche hervor. Demnach will AOL ins Mobilfunkgeschäft einsteigen und rund um das Handy eine breite Produktpalette an Diensten anbieten – und zwar für Jedermann und nicht nur für die bisherige AOL-Klientel. Entsprechende Gespräche mit der Bundesnetzagentur in Bonn und Eigentümern der Netzinfrastruktur laufen bereits.

Die britische Zeitung The Guardian berichtet unterdessendessen, dass der US-Mutterkonzern Time Warner plane, die Deutschland-Tochter sowie die Niederlassung in Frankreich früher als angenommen zu verkaufen. AOL soll die französische Citigroup mit dem Verkauf der beiden Unternehmen, deren gemeinsamer Wert auf 700 Millionen Euro geschätzt wird, beauftragt haben. (rm/dd)

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