Raubkopie-Studie: Hollywood verliert 6 Milliarden Dollar

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Die Ergebnisse einer intensiven zweijährigen Untersuchung liegen den Hollywood-Studios jetzt vor. Die Studie beleuchtete erstmals weltweit alle Aspekte der Film-Piraterie.

Die Studie nennt deutliche Fakten über das Problem mit Raubkopien – so deutlich, dass die Filmstudios seit Wochen streiten, ob und wie die Ergebnisse veröffentlicht werden sollen. Doch das hat mittlerweile wohl einer der Mitarbeiter selbst in die Hand genommen und dem Wall Street Journal einen Teil zugespielt.

Laut der angesehenen Zeitung beauftragte die Movie Pictures Association of America (MPAA) das Beratungsunternehmen LEK Consulting mit der Untersuchung. Demnach beläuft sich der Verlust durch illegale Filmkopien allein in den USA im Jahr 2005 auf über 1,3 Milliarden Dollar (gut 1 Milliarde Euro) – und insgesamt auf über 6 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro).

Die Vereinigten Staaten sind damit klar führend bei illegaler Filmbeschaffung, gefolgt von Mexiko (386 Millionen Euro), Russland (213 Millionen Euro) und Spanien (202 Millionen Euro). Überraschend: Erst auf Platz 4 folgt China mit 195 Millionen Euro.

Die Studie berücksichtigt erstmals auch illegale Downloads, was in China eher selten vorkommt. Deutschland taucht im Ranking gar nicht erst auf. Insgesamt wurden für die Studie in 28 Ländern über 18 Monate hinweg Menschen befragt, teils online, teils in Telefoninterviews und auch in Fokusgruppen. (rm/dd)

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