Levi Strauss stattet seine Jeanshosen nun mit RFID-Chip aus

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Der Barcode ist tot – es lebe der RFID-Chip. So sieht es wenigstens der Jeans-Erfinder, der seine Beinkleider nun digitalisieren will. Dagegen protestieren allerdings die Datenschützer.

Die klassische Bluejeans stammt aus dem Hause Levi Strauss & Co, das von bayerischen Juden in San Francisco gegründet worden war. Nun könnte das Traditionsunternehmen erneut einen Meilenstein setzen, denn im Rahmen eines US-Pilotprojekts sollen die klassischen Jeans mit RFID-Etiketten (Radio Frequency Indentification) ausgerüstet werden, um so die Barcodes zu ersetzen.

“Die Etiketten tragen dieselben Informationen wie Barcodes, also den Namen des Produkts, Größe und Farbe. Damit können die Händler ihren Bestand leichter kontrollieren”, wundert sich Levi Strauss-Sprecher Jeffrey Beckmann über die Proteste der Datenschützer. Jene – allen voran die Initiative CASPIAN (Consumers against Supermarket Privacy Invasion and Numbering) — befürchten, dass durch die Markierung mit RFID-Chips Datenschutzbestimmungen und die Privatsphäre der Kunden verletzt würden. 2003 initiierte CASPIAN einen Boykott der Sisley-Linie von Benetton, worauf die Italiener die RFID-Tests stoppten. [rm/fe]

Autor: fritz
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