China baut eigenes Volkslexikon im Web

Netzwerke

Die Volksrepublik hat so ihre Probleme mit einem weltoffenen Internet-Lexikon. Daher wurde ein eigenes Nachschlagewerk etabliert, bei dem es nutzlos ist, bestimmte Wörter nachzuschlagen.

Immer wieder wird die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia von den chinesischen Behörden blockiert. Jene setzen nun auf eine eigene, einseitige Wissenssammlung: Der chinesische Suchmaschinenanbieter Baidu startete das landeseigene Lexikon unter dem Namen Baike.

Die Unterschiede zu Wikipedia sind schnell gefunden: Nutzer müssen sich registrieren und die Beiträge werden von Moderatoren nach einer Prüfung freigeschaltet. Diese Prozedur führt wohl auch dazu, dass Begriffe wie “Demokratie” oder “Falun-Gong” kein einziges Ergebnis produzieren. Im Gegenteil, der “böse” Sucher wird bestraft, indem für eine bestimmte Zeit der Zugriff auf die Webseite blockiert wird. Das gilt auch für ausländische Anfragen. [rm/fe]

Autor: fritz
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