Drogendeal – Machen Raubkopien Microsoft erfolgreich?

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Eigentlich ist es nichts Neues, doch nun bemängeln Kritiker Microsofts angebliche Strategie, insgeheim das Kopieren seiner Programme zu dulden – um die Nutzer später nach der ersten “Drogen”-Dosis abhängig zu machen.

Microsoft kämpft gegen Raubkopien – offiziell. Doch bei Kritikern aus Microsofts Heimatland USA heißt es nun, das Unternehmen habe ein hintergründige Geschäftsstrategie, die Drogendeals entspreche: Die erste Dosis gratis und dann könne man nicht mehr aufhören.

In der Los Angeles Times heißt es zumindest, dass Microsoft nicht, wie das Unternehmen behaupte, jedes Jahr Milliardenverluste durch Raubkopien entstünden. Durch die Raubkopien hätte man letztendlich die lukrativsten Windows-Geschäfte gemacht. Vor allem in Schwellenländern wurde durch die Duldung eine große Kundenbasis aufgebaut. Bill Gates soll schließlich 1998 an der Universität Washington bestätigt haben: “Obwohl in China jedes Jahr etwa drei Millionen Computer verkauft werden, zahlen sie nichts für die Software. Eines Tages werden sie das aber tun. Und solange sie Software stehlen, wollen wir, dass sie unsere klauen. So werden sie auf eine gewisse Art abhängig und wir werden schon noch herausfinden, wie wir dann im nächsten Jahrzehnt dafür kassieren können.”

In jüngster Zeit hat es Gates wohl auch geschafft, lukrative Lizenzdeals auszuhandeln. “Womöglich handelt es sich bei Hu Jintao um einen kleinen Drogendealer, der für das Microsoft-Kartell jetzt kassiert”, amüsiert sich ein Branchenbeobachter über den Vergleich der LA Times. (mk)

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