Vernetzung für kleine Unternehmen
Werden sich KMUs nach einfachen Netz-Infrastrukturen zurücksehnen?

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Mit ihrer Strategie, Switches, die keine besondere Verwaltung benötigen, immer komplexer zu machen, laufen die Anbieter Gefahr, eine Reihe von Kunden zu verlieren.

Warum “Smart Switches”?

Vernetzung für kleine Unternehmen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind von ihrer IT abhängig, bemühen sich jedoch, nicht allzu viel Geld für neue Systeme auszugeben. Trotzdem lieben alle Anbieter “KMUs” – ganz einfach schon deshalb, weil es so viele von ihnen gibt.

In der Regel haben KMUs keinen Vollzeit-IT-Manager, weshalb sie Netzwerk-Kits mit fixen Hersteller-Einstellungen kaufen, die keine Wartung mehr benötigen. Ihnen fehlt einfach die Zeit, um sich mit einem Betriebssystem mit Befehlszeilen-Oberfläche wie etwa IOS von Cisco zu beschäftigen.

Vor zwei Jahren haben sich die Anbieter daher etwas einfallen lassen, um die KMUs mit einem anspruchsvolleren Produkt in Versuchung zu führen: einem Switch, bei dem zwar einige Funktionen verwaltet werden müssen, bei dem dies aber per Browser möglich ist. Diese sogenannten “Smart Switches” gehören zu dem Segment des Netzwerkmarktes, das am schnellsten wächst.. Netgear hat den Trend in Gang gebracht, und andere Anbieter wie Linksys, 3Com und D-Link sind auf den Zug aufgesprungen…


Nicht für alle smart

Vernetzung für kleine Unternehmen

Ein 24-Port-Switch mit 2-Gigabit-Uplinks wie der FS726T von Netgear kann rund 150 Euro plus Mehrwertsteuer kosten – ein Preis, der vor ein paar Jahren noch als unglaublich gegolten hätte.

Dieser Preisverfall zwingt die Händler dazu, ihren Kunden komplexere Produkte anzubieten, wenn sie ihre eigenen Umsätze stabilisieren wollen. Ein einfacher Smart-Switch hat inzwischen mehr Gigabit-Ports oder Power over Ethernet (PoE), und es gibt sogar Modelle, die man miteinander koppeln kann.

Einige Switches unterstützen SNMP und bieten 802.1x-Port-Level-Authentifizierung. Jede Firma, die so groß ist, dass sie viele Ports benötigt, muss sich Gedanken darüber machen, wie man mittels Port-Authentifizierung verhindert, dass sich Betriebsfremde einfach in freie Buchsen einstöpseln.

Wird es also darauf hinauslaufen, dass die Smart-Switches nun auch mit allen komplexen Funktionen ausgestattet werden und sich letztlich in Chassis-Switches verwandeln? Die Anbieter meinen, dass dies nur geschieht, wenn die KMUs das auch wirklich wollen.

Und ob das so ist, bleibt die große Frage.

(mk/Bild: NKK Switches, Arizona, USA)