Merkel schüttelt Roboter- und Inderhände

Allgemein

Zur Eröffnung der Hannover-Industriemesse fühlte sich die ehemalig Physikerin Angela Merkel sichtlich wohl: sie schüttelte Roboterhände und fragte nach dem Computer, der den kopflosen Humanoiden steuerte.

Am gestrigen Montag, 24.4., startete offiziell die Hannovermesse. Aus der heraus wurde zwar einst die CeBIT ausgelagert, doch der “Computerkram” ist auch auf der Industriemesse viel zu sehen: In der Steuerung von Maschinen, bei Produktionsabläufen oder als Konstruktionshilfe.

Die Anglizismen, die die Messegesellschaft für ihr internationales Marketing verwendet, zeigen, wo es langgeht: “Factory Automation” (wo auch viel zur RFID-Technik zu sehen ist), “Micro Technology” (wo auch Nanotechnik zu bestaunen ist) oder “Digital Factory” (natürlich mit passenden IT-Lösungen) holen die Themen der “outgesourcten” CeBIT langsam wieder zurück.

In der Veranstaltung “Robotics” in Halle 17 etwa finden sich zahlreiche computergesteuerte Roboter. Einem der elektronischen Freunde schüttelte Bundeskanzlerin Merkel zum Messeauftakt die Hände. Der humanoide Muskelroboter der Esslinger Firma Festo hat einen Händedruck, der weich ist wie bei einem Menschen – entweder computergesteuert (der Computer sitzt im Roboter und in dessen metallenen Händen) oder menschlich ferngesteuert.

Damit die Kanzlerin keine Angst hat, kam in diesem Fall die Fernsteuerung zum Einsatz. Frau Merkel schüttelte die Metallpranke dennoch recht schüchtern. Die Software, die den leichten Händedruck ohne Fingerquetschungen ermöglicht, wurde in Indien programmiert – dem diesjährigen Partnerland der Messe. Das freute den indischen Staatschef Mammohan Singh, der – nach Händedruck mit Merkel – der Maschine ebenfalls seine Hand geben durfte.

Die größte Industriemesse der Welt erwartet bis zum Freitag rund 150.000 Besucher. (mk)

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