Unterhaltungselektronik: Die fetten Jahre sind vorbei

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Nachdem die Unterhaltungselektronik-Industrie sich in den vergangenen drei Jahren an zweistelligen Wachstumsraten erfreuen konnte, flaut die positive Entwicklung bis 2010 laut einer Studie ab.

Die Statistiker von iSuppli rechnen für das laufende Jahr mit einem weltweiten Branchenumsatz von 311,6 Milliarden Dollar (knapp 260 Milliarden Euro). Das wäre immer noch ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2005, aber dennoch ein Abwärtstrend. Und der soll laut den Prognosen der Marktforscher bis 2010 anhalten. Als Spitzenwert erreiche der Industrieumsatz um die 350 Milliarden Dollar (gut 290 Milliarden Euro), berichtet das Branchenportal DigiTimes. Das wäre dann noch eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,9 Prozent.

Vor allem die wachsenden Zeiträume bis zur Neuanschaffung von Produkten und die zunehmende Sättigung der Haushalte mit Unterhaltungselektronik sorgen nach Analystenmeinung für die längerfristige Wachstumsschwäche. Der Boom halte aber noch in gewissen Produktfeldern wie MP3-Player, DVD-Zubehör oder digitale Fernseher an, glaubt iSuppli-Analyst Chris Crotty.

Zumindest den europäischen Markt beurteilt GfK-Manager Jürgen Boyny optimistischer: “Wir hatten bis 2005 eher ein geringes Wachstum.” Nun sorgen Flachbildfernseher, DVD-Rekorder, Soundsysteme und Mediacenter für mehr Umsatz. “Ein Plus zwischen fünf und acht Prozent erwarten wir schon”, so der GfK-Analyst. Sein Unternehmen sieht vor allem im TV-Sektor riesigen Nachholbedarf: Von den etwa 50 Millionen Fernsehapparaten unter deutschen Dächern seien noch 45 Millionen veraltete Röhrengeräte. (rm/dd)

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