Patentmissbrauch? Autodesk und Microsoft verurteilt

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Die Unternehmen müssen zusammen 133 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Die Hersteller haben nach Ansicht eines texanischen Gerichts Patente des Unternehmens Z4 Technologies missbräuchlich verwendet.

Microsoft und Autodesk bezweifeln die Rechtmäßigkeit der von Z4 Technologies gehaltenen Patente – kein Wunder, denn Microsoft soll 115 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, Autodesk 18 Millionen. Die Patente des kleinen Unternehmens beschreiben das Verfahren, mittels Software-Autorisierung Raubkopien zu verhindern. Weil Microsoft vorsätzlich gehandelt habe, müsse das Unternehmen besonders viel berappen, begründen die Geschworernen ihre Entscheidung.

Das Patent 6,044,471 vom März 2000 erklärt, wie die Nutzung nicht lizenzierter Software verhindert wird, das Patent 6,785,825 vom August 2004 beschreibt die Unterbindung von Raubkopien mit Hilfe einer Software-Autorisierung.

Windows-XP-Nutzer kennen die Autorisierung schon seit 2005, ob sie wirklich “gestohlen” wurde, ist daher fragwürdig. Verwendet wird die Technik auch in MS Office und in Autodesks CAD-Programm AutoCAD.

Microsoft will nun beweisen, dass die von Z4 Technology gehaltenen Patente ungültig sind, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. (mk)

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