Hu Jintao bei Bill Gates: China verspricht besseren Urheberschutz

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Um Microsoft kommt man offenbar nicht mehr herum, sieht die chinesische Regierung ein. Beim Besuch von Bill Gates habe Hu versprochen, bessere Geschäftsbedingungen für das bislang in China glücklose Unternehmen zu schaffen.

Der Besuch von Hu Jintao in Amerika bei Bill Gates – und nicht beim US-Präsidenten (wir berichteten) -hatte einen Grund: Gates möchte ins Geschäft kommen, Hu Jintao auch. Der Einladung und Versprechungen von Gates kommt Jintao nun entgegen: Auf seinem Besuch in Redmond versprach er verstärkte Anstrengungen zum “Schutz geistigen Eigentums in China”. Inzwischen sehen beide Geschäftpartner den Urheberschutz als eine wichtige Grundlage für künftige Geschäfte.

Nachdem in China vor allem Rechner ohne Betriebssystem verkauft wurden und Millionen von raubkopierten Windows-Systemen zum Einsatz kamen, haben vor kurzem die fünf größten PC-Hersteller Chinas (die alle mit staatlicher Beteiligung agieren) versprochen, künftig nur noch Rechner mit vorinstallierten und legalen Windows-Versionen auszuliefern.

“Windows ist wichtiger als Menschenrechte”, skandierten die empörten Menschenrechtler – die gut vom Microsoft-Campus abgeschirmt wurden, um das Technik-Techtelmechtel nicht zu stören. (mk)

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