China: Skype blockiert unerwünschte Inhalte im eigenen Messenger

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“VoIP-Anbieter Skype beteiligt sich an der staatlichen Unterdrückung der Meinungsfreiheit in China”, heißt es in kritischen Infodiensten. “Skype hält sich nur an die Regeln der einzelnen Länder”, heißt es in internen Rechtfertigungen.

Niklas Zennström, Chef und Mitgründer von Skype, bestätigte in einem Interview, das in der heutigen Ausgabe der Londoner ‘Financial Times‘ erscheint, dass sein Partner in China, Tom Online, den Versand von Textnachrichten im Skype-Client blockiert, die Begriffe wie “Falun Gong” oder “Dalai Lama” enthalten.

Natürlich entspreche dies nur örtlichen Vorschriften und unterscheide sich nicht von westlichen Ländern, wo man sich auch an die Bestimmungen halte. Die Filterung habe in keinem Fall ein Risiko für die Nutzer dargestellt, erklärte Zennström.

Zwar ist China nach USA und Deutschland Skypes drittgrößter Markt, doch Funktionen wie SkypeOut, um ins “richtige” Festnetz zu telefonieren, werden im Reich der Mitte nicht angeboten. Im der chinesischen Version des Skype-Clients ist nur das VoIP-Telefonieren und chatten mit anderen Skype-Nutzern erlaubt. Man führe jedoh “konstruktive Gespräche” mit Behörden und Telekommunikations-Unternehmen. (mk)

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