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Open-Source-Firewalls
Gratis-Schutz

Ein alter PC, zwei Netzwerkkarten, ein ISO-Image: Mehr braucht es nicht, um eine Firewall zu bauen, die es mit der käuflichen Konkurrenz durchaus aufnehmen kann. Internet Professionell testet sechs freie Firewalls.

Die Kandidaten

Open-Source-Firewalls

Zwei der bekanntesten Open-Source-Firewalls sind IPCop und Fli4l. Während IPCop von Anfang an als Firewall konzipiert war, sollte Fli4l zunächst nur ISDN-Verbindungen routen. Später kamen dann DSL-Verbindungen und Firewall-Funktionen dazu. IPCop hat sich von dem kommerziellen Produkt Smoothwall abgespaltet. Smoothwall steht zwar auch unter der freien Lizenz GPL, aber nur in einer Sparvariante. Den vollen Funktionsumfang bekommt der Anwender bei Smoothwall nur für Geld.

Das Firewall-Projekt der italienischen Firma Endian stammt von IPCop ab. Laut Hersteller ist es zu großen Teilen neu entwickelt worden, aber die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen. Die Endian Firewall bietet zusätzlich Virenschutz mit Clam AV und einen Webcontent-Filter. Eigene Entwicklungen sind Devil Linux von Heiko Zuerker und die Coyote Firewall von Vortech. Letztere ist nur für den Privatbereich und in der Ausbildung freigegeben. Der Schweizer Manuel Kasper baut seine Monowall auf Free BSD auf, das als sicherer als Linux gilt. Monowall ist die einzige Distribution, die nicht nur auf Standard-PCs läuft, sondern auch auf leisen und Strom sparenden Embedded-Modellen, unter anderem von Soekris und PC Engines. Zudem bietet Monowall als einziges Modell einen echten WLAN-Access-Point, während IPCop diese Technik nur ansatzweise unterstützt.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, dem sei die Firewall Gibraltar empfohlen (gibraltar.at). Gibraltar wird verschlossen wie eine Auster geliefert. Wer damit online gehen will, muss jeden Port einzeln öffnen und im Regel-Editor der Firewall explizit freigeben. Vorgegebene Regelsätze oder Schutzprofile gibt es nicht. Das ist zwar sehr sicher, aber auch extrem unpraktisch, weshalb Internet Professionell Gibraltar mangels akzeptabler Usability nicht in den Test einbezogen hat.

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