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Linux-Datensicherung und -Backup
Gut aufgehoben
Regelmäßige Datensicherungen gehören zum Pflichtprogramm jedes IT-Profis. Linux Professionell zeigt, welche Backup-Werkzeuge Linux standardmäßig für kleinere und größere Netzwerke bietet und wie Administratoren diese Tools professionell einsetzen.
Hardwareausfall
Linux-Datensicherung und -Backup

Sehr lange passiert nichts, doch dann ist der Ernstfall da ? der IT-GAU. Auslöser und Folgen sind bekannt. Ein Hardwareausfall, ein Softwarefehler oder ein Virus zerstören wichtige Nutzerdaten, vielleicht sogar Systemfiles. Höhere Gewalten wie Feuer, Wasser oder Naturkatastrophen legen schon mal das Rechenzentrum lahm. Nicht zu vergessen die menschlichen Fehlleistungen wie Falschbedienung, versehentlich gekappte Kabelverbindung oder Diebstahl. Glücklich, wer für solche Fälle vorgesorgt hat. Dabei gilt unter Linux nichts anderes als bei Windows. Gegen Schäden durch Datenverluste helfen nur regelmäßige Backups auf der Basis eines wohldurchdachten Plans. Die verwendete Backupsoftware ist dabei nur ein Pfeiler des ganzen Unternehmens.
Welche Daten sichern?
Am Anfang steht die Frage, welche Daten eigentlich zu sichern sind. Die Antwort ist abhängig von der Schutzwürdigkeit der Daten, der Organisation der Ablage und der installierten Software. Da Datensicherung immer auch Zeit und Geld kostet, sollten Sie einen Plan erstellen, welche Daten den Aufwand eines Backups rechtfertigen.
Auf alle Fälle sichern sollten Sie die Nutzerdaten, die im Verzeichnis »/home« liegen. Dateien unter »/var/spool/mail« sollten Sie ebenfalls sichern, da viele Nutzer alte und wichtige E-Mails im Spoolverzeichnis für eingehende Nachrichten aufbewahren. Zu überlegen ist, gleich alle Daten in »/var« zu sichern, da hier Files wie etwa Protokolle liegen, die einer permanenten Änderung unterliegen. Hinzu kommen eventuell Directorys für Projekte, Datenbanken und anderes mehr. An Systemdaten sollten Sie auf alle Fälle die Konfigurationsfiles in »/etc« speichern. Schließlich ist eine Neukonfiguration recht aufwendig. Welche anderen Daten noch ein Backup wert sind und inwiefern Sie auch Betriebssystem und andere Systemfiles sichern sollten, hängt von der spezifischen IT-Umgebung ab. So kann es ratsam sein, den Kernel-Quellcode zu zu speichern, falls Sie den Kernel geändert oder Ihren eigenen Kernel erzeugt haben. Diese Dateien finden Sie in »/usr/src/linux«. Wenn Sie wirklich vorsichtig sein wollen, können Sie natürlich auch das komplette System archivieren. Normalerweise aber brauchen Daten, die ohnehin auf einem anderen Medium vorhanden sind, zum Beispiel die Daten der Linux-Distribution, nicht gesichert zu werden. Auch Dateisysteme, die von entfernten Rechnern gemountet werden, sollten besser von deren Backupstrategie erfasst werden.






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