Will Bayern auch MP3-Player verbieten?

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Nach dem Verbot von Handys in Bayerns Schulen überlegen Politiker nun auch, MP3-Player an den Ausbildungsstätten zu verbieten. Die Ausweitung des Verbots ist umstritten.

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider schlug vor, das Handy-Verbot an Schulen auf Walkmans, Discmans und MP3-Player auszuweiten. Natürlich stößt der “Technikfeind” (ein SPD-Mann) damit auf massive Kritik. Der Deutsche Lehrerverband hat das “das geplante Totalverbot digitaler Medien” als reinen Aktionismus verurteilt, denn ein MP3-Player sei vielleicht “zwei mal fünf Zentimeter groß”. Der Vorsitzende Josef Kraus fragt: “Sollen wir demnächst Leibesvisitationen machen oder Metalldetektoren einsetzen?”

Erst vor Kurzem wurden die Mobiltelefone an Schulen verboten, nachdem hier eine Reihe von Porno- und Gewaltvideos auf Schüler-Handys auftauchten. Die Geräte sind nicht grundsätzlich verboten – nur während des Unterrichts müssen sie ausgeschaltet bleiben, sonst riskieren die Schüler verschärft Verweise – und irgendwann einen Rausschmiss aus der Lehrstätte. Neuerdings sollen die Gerät auch in der Pause verboten werden, beschloss das Kabinett.

Dass Schneider seine Ideen zu den MP3-Playern und anderen Technikspielereien durchsetzen kann, ist eher unwahrscheinlich. Pädagogen wie Opposition drängen darauf, den Schülern lieber den richtigen Umgang mit der Technik zu lehren als sie vom Fortschritt auszusperren. (mk)

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