Verbraucherzentralen: Über eine Million Beschwerden gegen Spam-Mails

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Wer nicht weiß, wie er sich der Flut unerwünschter Werbenachrichten entledigt, beschwert sich gern – in Deutschland vor allem bei Verbraucherverbänden. Deren Gesamtverband hat nun mehr als eine Million solcher Meldungen erhalten – und fordert von Horst Seehofer ein Anti-Spam-Gesetz.

Beim Bundesverband der Verbraucherzentralen seien mehr als eine Million Beschwerden gegen Spam-Mails eingegangen, berichtet Edda Müller, Vorsitzende der Vereinigung. Dabei seien bis zu 90 Prozent dieser Müllpost aus dem Ausland, die Verantwortlichen also schwer zu ermitteln. Die meisten Beschwerden seien im Rahmen einer Kampagne eingetroffen. Der VBZV hat heute zudem eine Website zur Spam-Aufklärung eingerichtet.

Was immer geht und für Schlagzeilen ist: eine Forderung an die Politik. Die Verbraucherschützer fordern nun von Horst Seehofer ein Anti-Spam-Gesetz, um Mails oder Kettenbriefe mit kriminellem Hintergrund als Straftat einzustufen. Wer nur Werbemails versendet, solle mit Geldbußen für eine “Ordnungswidrigkeit” verfolgt werden können. Doch selbst, wenn die Staatsanwalt mehr Arbeit durch Spam bekäme – die Täter lassen sich meist nicht dingfest machen. (mk)

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