EU-Domains registrieren
Last Minute

Allgemein

Der große EU-Domain-Goldrausch geht in seine finale Phase. Doch selbst Nachzügler haben noch Chancen, einen guten Domain-Namen zu ergattern.

So läuft die Anmeldung

EU-Domains registrieren

Auch wenn am 7. April mittags bereits alles gelaufen ist und Vorregistrierungen bei vielen Providern schon monatelang angenommen werden: Es gibt noch Last-Minute-Chancen auch auf gute EU-Domains. Denn alle Vormerkungen bei den Providern stehen nur unverbindlich auf deren internen Listen. Entscheidend ist, welcher ISP die jeweilige Domain am 7. April als Erster an die Eurid (www.eurid.eu) übermittelt. Finden Sie einen Provider, bei dem Ihre Wunsch-Domain noch nicht vorreserviert ist, stehen die Chancen auf einen Zuschlag gut.

Interessant ist dabei, wie die Eurid die Anmeldungen technisch abwickelt. Jeder registrierte ISP darf die Eurid-Server am 7. April ab Punkt 11 Uhr von maximal fünf vorab angemeldeten IP-Adressen aus ansprechen, nur jeweils eine erfolgreiche Domain-Anmeldung pro Sekunde ist zulässig. Probiert es ein ISP häufiger, gibt es eine Zeitstrafe beim nächsten Login.


Nur 5 Domains pro Sekunde

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Kein ISP kann also mehr als fünf Domain-Anmeldungen pro Sekunde durchbringen, es sei denn, er hat sich bei der Eurid mehrfach mit Tochterfirmen registriert. Das ist zwar eine teure Angelegenheit, die Liste der zugelassenen Registrare (list.eurid.eu/registrars/ListRegistrars.htm) legt aber den Schluss nahe, dass dies vereinzelt geschehen ist. Große ISPs wie 1&1 haben den Vorteil, dass sie zusätzlich auch über ihre Auslandstöchter registrieren können.

Die entscheidende Frage für jeden, der in letzter Minute noch seine Domain voranmeldet, ist daher: Welcher Provider schickt meine Anmeldung am 7. April am schnellsten an die Eurid-Server?

Zunächst kommt es darauf an, wie viele Domains beim jeweiligen Provider schon auf der Warteliste stehen. Wer im Last-Minute-Verfahren noch Chancen auf eine gute Domain haben will, muss sich kleine Anbieter mit potenziell wenigen Domain-Anmeldungen suchen. Denn die bekommen ihre vielleicht nur wenige hundert Domains viel schneller durch als ein Massenhoster, der Domains in sechsstelliger Anzahl durchboxen muss.


Recherche bei EURid

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Besonders schwierig ist bei einigen ISPs zu beurteilen, ob andere Kunden dieselbe Domain bereits vormerken ließen. Denn bei weitem nicht alle Provider teilen ihren Kunden mit, wenn sie gar keine Chance haben, weil schon jemand vor Ihnen auf der internen Warteliste steht. Da hilft nur Ausprobieren: Melden Sie eine Domain an, von der Sie sicher annehmen, dass sie schon vorangemeldet oder in Phase 1 oder 2 schon registriert wurde (siehe www.whois.eu). Nimmt Ihr ISP die Vorregistrierung trotzdem an, akzeptiert er Voranmeldungen offenbar blind und Sie haben keinen Anhaltspunkt dafür, ob Sie hier überhaupt eine Chance auf den Zuschlag haben.

Einige Anbieter wie Domainfactory (www.domainfactory.de), 1blu (www.1blu.de) und United Domains (www.united-domains.de) lehnen eine Vorregistrierung fairerweise gleich ganz ab, wenn schon ein anderer Kunde auf der Warteliste steht. Andere wie NBSP.net legen einfach offen, auf welchem Rang der internen Warteliste für die jeweiligen Domains man steht.


Recherche beim Provider

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Finden Sie einen Provider, der offen Auskunft darüber gibt, ob vor Ihnen schon jemand auf der Warteliste steht und ist dort Ihre Wunsch-Domain noch nicht vorregistriert, dann haben Sie erstklassige Chancen, die Domain auch zu bekommen. Am ehesten fündig dürften Sie dabei bei Hostern werden, die EU-Domains nur für bereits bestehende Kunden registrieren. Denn dort tummeln sich mit einiger Wahrscheinlichkeit keine Domaingrabber, die alles registrieren, was irgendwie interessant klingt. Entsprechend kurz dürfte deshalb die Liste der Vorregistrierungen dort sein.

Das Gegenteil von Last Minute hat gerüchteweise übrigens eine Schweizer Firma durchgezogen: Sie soll nicht einmal die Kosten von rund 25.000 Euro für die Anmeldung als Registrar für EU-Domains gescheut haben, nur um eine einzige Domain sicher zu bekommen. Angesichts der illustren Eintragungen in der Registrar-Liste der Eurid ist das vielleicht nicht die schlechteste Taktik gewesen. Schließlich stehen in der Liste auch Anbieter wie Domaingrabber.ca Inc., die schon von ihrem Namen her nichts Gutes ahnen lassen.