Zukunft der Internet-Werbung
Was wird mit der “Bloconomy”?

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Mit Schlagworten wie “Social Software”, “Weblogs” und “Tagging” sollen die Werbemöglichkeiten des Internet besser genutzt werden. Manchmal geht der Schuss allerdings nach hinten los, meint Dieter Rappolt, Mitbegründer des Dienstleisters “Knallgrau”.

Zu wenig ganzheitlich gedacht

Zukunft der Internet-Werbung

Wenn man derzeit den Anbieter-Markt für Weblogs und Webloglösungen betrachtet, zeichnet sich folgendes Bild: Es gibt auf der einen Seite jede Menge Software – Open Source, proprietär, die meiste gut, manche weniger gut. Auf der anderen Seite viele Einzelkämpfer und One-(Wo)man Shows die als Berater mehr oder weniger erfolgreich im Markt tätig sind.

Vielfach zeigt sich, dass ein Weblog-Projekt vor allem dann erfolgreich ist, wenn es umfassend angedacht wird. Wenn also nicht nur Weblog-Software angeschafft und installiert wird, oder noch schlimmer ein Weblog-Layout am bestehenden CMS nachgebaut wird, sondern wenn man Weblogs gesamtheitlich begreift. Das 3-Säulen Modell aus Format, Anwendungskonzept und Applikation ist das Fundament für ein erfolgreiches Projekt und wird somit auch der Wandlungsfähigkeit bzw. dem amorphen Charakter von Weblogs gerecht.

Doch dazu braucht es vielfach Dienstleister, die umfassend mehrere unterschiedliche Kompetenzen in einem notwendigerweise mehrköpfigen Team anbieten können. Die Erfahrung damit haben Projekte einer bestimmten Größenordnung in entsprechenden Unternehmen umzusetzen.


Glaubwürdigkeit ist wichtig

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Dieser Markt, so Dieter Rappolt von der Firma Knallgrau, “ist interessanterweise derzeit aus meiner Sicht von fast keinem Anbieter glaubwürdig besetzt. Unser Commitment, führender Weblog Solution Provider im mitteleuropäischen Raum zu werden hat es uns ermöglicht mit Kunden wie BMW, Telekom Austria, Mobilkom, Blick, etc. maßgebliche Projekte zu entwickeln und dabei Benchmarks in diesem jungen Markt zu setzen.”

Derzeit entwickelt sich der Markt nachfrageseitig unglaublich dynamisch und es ist die Frage wie sich der Markt anbieterseitig weiterentwickeln wird. Wann gibt es weitere Player die sowohl als Unternehmen als auch bei Projektvolumina eine kritische Größe übertreffen um für zB DAX30 Unternehmen als Weblog Solution Provider in Frage zu kommen, so wei einst kleine Reklameklitschen zu großen Werbeagenturen werden konnten?

Die Zukunft sieht Rappolt bei seinem Unternehmen vor allem darin, verstärkt Partner entlang der Wertschöpfungskette zu beteiligen: “Wir können ohne ein dynamisches Partnernetzwerk nicht so skalieren wie es der Markt derzeit ermöglichen würde. Dazu braucht es Experten die ein tiefes Verständnis von dem sozialen Gefüge der Blogosphere haben. Diesen Experten ob es nun selbständige Berater oder kleine Agenturen sind, wollen wir Background und Infrastruktur anbieten um gemeinsam mit uns auf Basis etablierter Plattformen innovative Projekte umzusetzen.” – Rappolts Firma Knallgrau will dazu Software, Implementierung und die Erfahrung aus zahlreichen erfolgreichen Projekten liefern. So erden die Dienstleister, die bislang Werbung, IT-Consulting und Programmierung in einem Aufwasch erledigte, sich künftig wieder vor allem konzentrieren müssen – auf die Software einerseits und die Entwicklung der Wertschöpfungs- und Prozesskette andererseits.


Mehr als Software – hoher Dienstleistungsanteil

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Doch dies ist nur der erste Schritt. Durch Ihr breites Anwendungsspektrum werden Weblog-Projekte auch in Zukunft weiterhin einen hohen Dienstleistungsanteil haben, der teilweise tiefe Branchenkenntnis (zB Medienprojekte) oder Projektkenntnis (zB Marketing & PR Projekte) verlangt. Das heißt, es werden sich jeweils auch große Berater und Dienstleister mit dem Thema Weblogs auseinandersetzen. Unternehmen wie zB Roland Berger, BCG, McKinsey, Booz Allen Hamilton u.ä. werden großes Interesse daran haben, für Ihre Kunden “Corporate Blogging Strategies” als Spielart einer allgemeinen Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Weblogs im unternehmensinternen Einsatz gehen meist mit Change Management Prozessen einher – systemische Beratungshäuser haben hier die Chance einzusteigen und das was Sie in Form von Konzepten verkaufen auch tatsächlich zu implementieren und zu begleiten.

In diesem Sinne stehen wir erst am Anfang einer sehr interessanten Entwicklung bei der es gilt, abseits all der revolutionären Ideen und Möglichkeiten von “Web 2.0” nun die ökonomischen Möglichkeiten, die sich eröffnen, gemeinsam zu entwickeln. Rappolts Firma Knallgrau will alle interessierten Partner dazu herzlich einladen. Ob die österreichischen Unternehmer es schaffen, sich in Europa eine entsprechende Stellung im Markt zu erarbeiten, wird sich zeigen.