Fusion zwischen Alcatel und Lucent kostet 9.000 Arbeitsplätze

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Innerhalb von zwei Jahren will der neue Konzern rund zehn Prozent der 88.000 Arbeitsplätze weltweit streichen. Damit müssen fast 9.000 Beschäftigte gehen.

Die Fusion zwischen dem französischen Telko-Ausrüster Alcatel und dem US-Konkurrenten Lucent wird tausende Arbeitsplätze kosten.

Die Entlassungen sollen alle Regionen umfassen. Dies erklärte die künftige Konzernchefin und derzeitige Lucent-Vorsitzende Patricia Russo. Vor allem werde es Einkauf, Logistik, Immobilien und die zentrale Verwaltung treffen. Forschung und Entwicklung bliebe ausgenommen.

Ob die deutsche Alcatel-Tochter in Stuttgart von den Entlassungen betroffen sein wird, ist derzeit noch nicht klar. “Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist noch nichts absehbar”, sagte eine Sprecherin. Alcatel hatte Ende 2005 in Deutschland rund 5200 Beschäftigte, darunter 1600 Ingenieure. Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Entwicklungsstandort des Konzerns – eines von weltweit sechs Forschungszentren ist in Stuttgart angesiedelt. Weitere Standorte sind im thüringischen Arnstadt, in Berlin, Bonndorf (Baden-Württemberg) und Hannover. Im vergangenen Jahr wurde ein Umsatz von 1,3 Milliarden Euro (2004: 1,2 Mrd) erzielt.

Mit dem Zusammenschluss der beiden Konzerne entsteht mit einem Umsatz von etwa 21 Milliarden Euro die weltweite Nummer zwei in diesem Markt hinter dem US-Konzern Cisco (24 Milliarden). (ds)

( – testticker.de)

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