Altgeräte-Rücknahme mit vereinzelten Problemen

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Der Branchenverband Bitkom frohlockt, dass die Umstellung auf das neue Elektroschrott-Gesetz problemlos verlaufen sei. Doch bei einigen Herstellern füllten sich die Container schneller als erwartet – und manche Gemeinden sind noch überhaupt nicht vorbereitet.

Nach Darstellung der Branchenverbands Bitkom ist der Rücknahmestart für Elektro-Altgeräte ohne größere Probleme verlaufen. Man freut sich in der offiziellen Mitteilung, dass vermeintliches Chaos trotz Unkenrufen ausgeblieben sei. Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) erklärte, viele Verbraucher würden die erste Woche des neuen Rücknahmesystems vor allem nutzen, um Altgeräte, die seit Jahren im Keller lagerten, abzugeben. Daher seien viele Container schneller gefüllt worden als erwartet.

Allerdings erklärte der Umweltbeigeordnete des Deutschen Landkreistages (DLT), Ralf Bleicher, dass an vielen Orten noch gar keine Container aufgestellt seien. Weniger als die Hälfte der kommunalen Sammelstellen sei ausreichend ausgestattet, beschwerte sich der Experte. In Brandenburg seien bislang nur zehn Prozent der notwendigen Sammelbehälter ausgeliefert worden.

Bezahlen müssen den Service zwar die Hersteller – die Container müssen aber von den Kommunen aufgestellt werden. Harms beteuerte noch: “Die Industrie hat die außerordentlich komplexen Vorgaben des Gesetzgebers in Eigenregie verbraucherfreundlich umgesetzt. Das System läuft, die Feuertaufe ist bestanden.”

Die Gemeinden, denen häufig das Geld fehlt, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, sehen das anders. Dennoch erklärt Bitkom, dass die IT-Industrie immerhin 26 Prozent der Entsorgungskosten übernehme – obwohl nur 11 Prozent des Elektroschrotts aus der Computerbranche stammten. (mk)

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