PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D
3D goes PDF

Software

Mit Acrobat 3D lassen sich jetzt 3D-Modelle aus verschiedensten CAD- und Modellierungs-Programmen ins PDF-Format konvertieren.

Testbericht

PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D

Für Ingenieure, Techniker und Architekten ist es wichtig, dass sie bei der Arbeit an einem Projekt 3D-Konstruktionsdaten zwischen den Projektteilnehmern austauschen können. Zugleich müssen vertrauliche Daten vor dem Zugriff unbefugter Personen geschützt sein. Dies lässt sich jetzt mit Acrobat 3D realisieren: Das Programm wandelt 3D-Daten aus verschiedensten CAD- und Animations-Programmen wie Autocad, 3D Studio Max, Softimage und Lightwave ins PDF-Format um.

Insgesamt werden mehr als 50 Formate unterstützt. Beim Import der 3D-Modelle kann der Anwender detaillierte Konvertierungseinstellungen vornehmen so legt er etwa die Polygonanzahl, den Maßstab, die Beleuchtung, den Render- und Animationsstil sowie die Ansichten fest.


3D-Modelle im Reader drehen

PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D

Zwar exportieren bereits jetzt einige CAD-Anwendungen nach PDF, Adobe geht aber noch einen Schritt weiter: In Acrobat 3D und im Acrobat Reader 7.0 werden die 3D-Modelle nicht nur angezeigt: Externe Projektbeteiligte wie etwa Kunden oder Zulieferer können sie auch prüfen und kommentieren. Voraussetzung ist, dass der Absender des PDF-Dokuments die entsprechenden Kommentar-Funktionen in Acrobat 3D freischaltet. Mit speziellen 3D-Werkzeugen ist es sogar möglich, das 3D-Modell interaktiv im Adobe Reader oder in Acrobat 3D zu drehen, zu schwenken, aus verschiedenen Blickwinkeln anzuzeigen und in das Modell zu zoomen. Abstände lassen sich ebenfalls abmessen. In Acrobat 3D kann das 3D-Objekt außerdem bearbeitet werden.

Für die Konvertierung der 3D-Konstruktionsdaten gibt es drei Verfahren: Entweder zieht der User den 3D-CAD-Inhalt per Drag and Drop in das Acrobat-3D-Fenster oder er konvertiert die Datei über das Kontextmenü ins PDF-Format. Außerdem lässt sich das File mit dem mitgelieferten Utility 3D Capture nach PDF umwandeln. In der Performance ergeben sich im PC-ProfessionellLabor keine Unterschiede: Die Umwandlung der Studio-Max-3D-Testdatei dauert jedes Mal sieben Sekunden.


3D-Datei in ein PDF einfügen

PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D

Im Test lassen sich die beiden 3D-Dateien inklusive Beschriftungen im 3ds- und DXF-Format (3D Studio Max, Autocad) problemlos nach PDF konvertieren, Abweichungen vom Original treten nicht auf. Bei einer weiteren 3ds-Testdatei, die einen modellierten 3D-Kopf enthält, werden lediglich die Beleuchtungseinstellungen und die Textur nicht korrekt übernommen, was für die Praxis nicht so erheblich ist. Praktisch ist die Modellhierarchie in Form einer Baumstruktur. Beispielsweise kann das 3D-Modell eines Autos die Objektgruppen für den Motor, die Räder und das Fahrgestell enthalten. Einzelne Teile wie etwa die Bremsklötze können ausgewählt, isoliert oder ausgeblendet werden.

Mit dem Befehl Werkzeuge/Erweiterte Bearbeitung/3D-Werkzeug ist es im Test zudem möglich, eine 3D-Datei in ein existierendes PDF einzufügen. Selbst 3D-Formate, die Acrobat 3D nicht unterstützt, lassen sich mit dem Befehl Datei/PDF erstellen/3D-Erfassung erfassen das gilt für alle 3D-CAD-Anwendungen, die OpenGL unterstützen.


3D-Modelle in Office einfügen

PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D

Beim Installieren von Acrobat 3D werden in MS-Office-Anwendungen sowie in Visio und Autocad Schaltflächen zum Erstellen von PDFs eingefügt. Neu in der PDF-Maker-Symbolleiste ist der Button Acrobat 3D-Modell einfügen. Ein Mausklick auf diese Schaltfläche genügt, um eine 3D-Datei in ein Word-Dokument, ein Excel-Spreadsheet und eine Powerpoint-Präsentation einzufügen.

Acrobat 3D-Toolkit

Acrobat 3D enthält nicht nur den kompletten Funktionsumfang von Acrobat 7.0 Professional. Per rechtem Mausklick auf ein 3D-Modell öffnet sich das Acrobat 3D-Toolkit. Damit lassen sich Animationen und Explosionsansichten erstellen. Das 3D-Modell ist zusätzlich auf vielfältige Weise manipulierbar: So kann der User etwa Struktur und Material, Beleuchtungen und Effekte ändern.

Mit der neuesten Entwicklung von Adobe lassen sich 3D-Daten auch externen Projektteilnehmern im Reader zur Verfügung zu stellen. Das verkürzt Entwicklungszeiten und minimiert Konstruktionskosten. Das Programm liefert in der Betaversion ordentliche Konvertierungsergebnisse. Allerdings läuft es noch instabil, es stürzt einige Male ab.


Testergebnis

PDF-Konverter: Adobe Acrobat 3D

Hersteller: Adobe
Produktname: Acrobat 3D

Internet: Adobe Homepage
Preis: bei Redaktionsschluss nicht bekannt (Aktuelle Software im testticker.de-Softwareshop)

Das ist neu
– Konvertieren von 3D-Daten aus CAD-Anwendungen nach PDF
– Bearbeiten der 3D-Objekte in Acrobat 3D und in Adobe Reader
– Acrobat 3D-Toolkit im Lieferumfang enthalten
– 3D-Inhalte in MS Word, Excel und Powerpoint einfügen

Systemvoraussetzungen
Betriebssysteme : Windows 2000/XP Pro, Home, Tablet PC
Prozessor: Pentium 4 oder M/500 MHz
Arbeitsspeicher: 1 GByte

Fazit
Innovatives, umfangreiches Programm, das im Beta-Test durch seine gute Konvertierungsqualität überzeugt. Auch die Performance ist gut.

Gesamtwertung: Erster Eindruck gut