GEMA: Urheber profitieren nicht vom Online-Musikboom

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Die Verwertungsgesellschaft beklagt das Missverhältnis zwischen stetig steigender Musiknutzung und stagnierender Entlohnung der Urheber.

Die GEMA hat im vergangenen Jahr 852,2 Millionen Euro eingenommen und damit 46 Millionen mehr als noch 2004. Dank sinkender Kosten werden davon 731,9 Millionen Euro an die Rechteinhaber ausgeschüttet. Ganz zufrieden ist man dennoch nicht. “Die Schere zwischen omnipräsentem Musikkonsum und geringer Einkommensentwicklung ist auch im vergangenen Jahr immer weiter auseinander gegangen.”, klagt Vorstandssprecher Jürgen Becker. Vor allem das Online-Musikgeschäft entwickelt sich nicht zur Zufriedenheit der Verwertungsgesellschaft, hier habe man nur 1,4 Millionen Euro mit Websites und On-Demand-Diensten einnehmen können sowie 4,1 Millionen Euro mit Klingeltönen.

Kritik übt man auch an der geplanten Novellierung des Urheberrechts, die zu “einer radikalen Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Musikautoren führt”. Die Bundesregierung habe lediglich den Lobbyisten der Gerätehersteller Gehör geschenkt, die für niedrigere Abgaben plädieren, und die musikalisch kreativen Menschen übergangen. (dd)

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