Elefantenhochzeit: Alcatel und Lucent retten sich in Fusion

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Als vor sechs Jahren die Technologie-Blase platzte, litten darunter etliche Konzerne. Zwei der bekannteren Telefonausrüster haben sich bis heute nicht richtig davon erholt – und suchen deshalb ihr Heil in einer Mega-Fusion.

Die Pariser Alcatel SA bietet 12,6 Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro) für die Übernahme des US-Konzerns Lucent Technologies, wobei von einem Zusammenschluss gleichwertiger Partner geredet wird.

Branchenprimus Ericsson verliert durch die Großfusion nicht seine Führungsposition, behauptete am Wochenende das schwedische Brokerhaus Enskilda.

Die Börsenbeobachter von Fitch Rating merkten kritisch an, dass Merger in dieser Größenordnung sehr komplex seien und bisweilen auch scheitern würden. Zudem seien die Restrukturierungskosten recht beträchtlich. Ähnlich äußerten sich die Analysten von Standard&Poors. Die Fusionsabsichten taten der Lucent-Aktie trotzdem gut, denn sie kletterte am späten Freitag um fast 8 Prozent. (rm/dd)

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