Holländer eröffnen Tauschbörse für TV-Programme

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Kaum hat die Musikindustrie die P2P-Tauschbörsen in die Knie gezwungen, wollen unsere Nachbarn die Idee für TV-Sendungen wieder beleben – allerdings auf angeblich legaler Basis.

Informatiker der niederländischen Universität Delft stellten gestern ihre neue Peer-to-Peer-Software Tribler vor. Das Tauschprogramm soll für eine stärkere Verbreitung von Fernsehprogrammen über das Internet sorgen.

Als Killerapplikation preisen die niederländischen Entwickler ihr Baby an. Hauptargument: Öffentliche und kommerzielle TV-Stationen wollen gerne ihre Programme via Internet verbreiten, scheuen aber die hohen Kosten der zentralen Serverarchitektur. Mittels Tribler könne aber das Geld für die Infrastruktur gespart werden, denn die Verbreitung läuft über das P2P-Netzwerk – und damit die Computer der Kunden.

“Mit P2P-Netzen können TV-Stationen zu minimalen Kosten im Web auf Sendung gehen”, bringt es Mitentwickler Johan Pouwelse auf den Punkt.

Tribler besitze BitTorrent?Gene und sei in der Lage, den Geschmack des Users anhand der freigegebenen Dateien und deren Tags zu ermitteln und ihn in Gruppen ähnlicher Präferenzen zu strukturieren. Suchanfragen landen dann zielgerichtet bei diesen Gruppen. (rm/dd)

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