Französische Regierung will P2P-Flatrate verhindern

NetzwerkeWorkspaceZubehör

Die Umsetzung der EU-Richtlinie in Frankreich endete in einem Gesetz zur Kulturflatrate, jetzt will die Regierung gegensteuern.

Die französische Regierung versucht, ein bereits im Dezember vom Parlament beschlossenes Gesetz in zweiter Lesung zu kippen. Die Diskussion um die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht führte in Paris zu einem Gesetz, das nicht weite Teile der Bevölkerung kriminalisiert, sondern das Problem der Vergütung beim Filesharing durch die Einführung eiern Kulturflatrate löst.

Das führte zu erheblichen Protesten von Seiten der Tonträgerindustrie, die nach diesem Modell wie bei Radiosendungen nur Anteile der Vergütung erhalten würde und nicht die extremen Profite der Online-Musikshops. Nach dem neuen Gesetzesvorschlag sollen Vergütungen nicht weiter diskutiert, sondern nur das Strafmass festgelegt werden. Am heutigen Dienstag findet die Parlamentsdebatte dazu statt.

Wird der bisherige Beschluss nicht verändert, dann ist Frankreich das erste Land, das eine Verbreitung von Musik über das Internet mit der via Radio gleichstellt und damit mit dem Versuch der Urheberrechtsauflösung zugunsten der Tonträgerindustrie aufräumt. [fe]

Autor: fritz
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen