Telekom-Chef möchte bei Google & Co. kassieren

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Nicht nur der Kunde soll nach dem Willen von Telekom-Chef Ricke künftig für einen schnellen Internet-Zugang zahlen, sondern auch die Online-Anbieter.

Nach dem Streit um eine Regulierung des geplanten Glasfasernetzes heizt Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Diskussion weiter an. Er möchte auch bei Internet-Größen wie Google, Yahoo, Amazon und eBay kassieren. Im Interview mit der Wirtschaftswoche erklärte er: “Diese Unternehmen sind künftig darauf angewiesen, das wir ihnen für ihre neuen Anwendungen die erforderliche Netzqualität garantieren. Es kann nicht sein, dass nur der Kunde über das monatliche Grundentgelt für diese schöne neue Welt bezahlt. Auch alle Web-Unternehmen, die Infrastrukturen für ihr Geschäft nutzen, sollten dann ihren Beitrag leisten.”

Allerdings gehe es nicht um eine Gebühr, die jeder zu zahlen habe, sondern je nach Anwendung müsse die benötigte Netzleistung berechnet werden. “Wenn die Kunden nicht bereit sind zu zahlen und Google & Co. nicht bereit sind zu zahlen – dann kann es keine [Daten-] Autobahnen geben”, droht Ricke. (dd)

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