Geheime Shell-Kommandos
Verborgene XP-Tools

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Windows XP Pro bietet mehr Funktionen, als ein Blick ins Startmenü zeigt. Versteckte Kommandozeilen-Programme sind schnell aufzurufen und helfen mit nützlichen Bonus-Features.

Kostenlose XP-Beigaben

Geheime Shell-Kommandos

Echt praktisch: Sie können viele Extrafunktionen von Windows XP Pro so versteckt sie auch sein mögen direkt über die Eingabeaufforderung starten. Das ist meist spürbar schneller als lange Klickfolgen in undurchdringlichen Menüstrukturen. Auf der Installations-CD und im Verzeichnis Windows/System32 finden Sie jede Menge kostenloser XP-Beigaben.

Eine umfassende Übersicht aller auf Ihrem System vorliegenden Anwendungen erhalten Sie, wenn Sie die Suchfunktion des Betriebssystems verwenden. Als Suchstrings geben Sie *.exe und *.com ein, als Verzeichnis wählen Sie Windows nebst Unterordnern. Auf diese Weise erhalten Sie eine übersichtliche Liste aller auf Ihrem Rechner vorhandenen Microsoft-Tools. Viele der vorgestellten Tools aus dem System32-Ordner besitzen zahlreiche Parameter. Detaillierte Beschreibungen liefert das Hilfe- und Supportcenter von Windows XP.

Charmap

Alle Zeichen eines bestimmten Zeichensatzes zeigt Charmap im Windows-GUI an. Bei der Suche nach Sonderzeichen ist das eine große Hilfe. Sie können die Zeichen damit auch in die Zwischenablage kopieren.


Cipher

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Das Tool ermittelt, ob Dateien verschlüsselt mit EFS (Encrypting File System) auf NTFS-Partitionen gespeichert sind. Zudem können Sie Dateien und Ordner ver- sowie entschlüsseln. Die Ordner werden so verschlüsselt, dass auch später hineinkopierte Dateien automatisch verschlüsselt werden. Die verschlüsselten Dateien lassen sich nur vom Anwender oder einem Administrator lesen, kopieren oder verändern. Rufen Sie das Programm ohne Parameter auf, zeigt Cipher nur den Verschlüsselungszustand der Dateien im aktuellen Verzeichnis an. E steht dabei für Encrypted (verschlüsselt), U für Unencrypted (unverschlüsselt). Möchten Sie alle Ordner im Verzeichnis c:\sicher verschlüsseln, tippen Sie den Befehl cipher /e c:\sicher. Der Parameter /u entschlüsselt wieder.

Cleanmgr

Mehr Platz auf der Festplatte schafft das GUI-Tool Clean Manager (cleanmgr.exe). Denn es löscht von Windows angelegte temporäre Dateien, entfernt Windows-Komponenten und Wiederherstellungspunkte. Sie haben dabei immer die volle Kontrolle und können die zu löschenden Dateien selbst auswählen. Im Grunde können Sie alle vorgeschlagenen Dateien entfernen. Den letzten Wiederherstellungspunkt sollten Sie aber sicherheitshalber bewahren.


Compact

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Anwender komprimieren mit dem Compact-Befehl komplette Ordner und einzelne Dateien. So gepackte Daten kann Windows ohne vorheriges Dekomprimieren nutzen. Wenn Sie den Befehl ohne weitere Parameter aufrufen, zeigt das Tool den derzeitigen Zustand der Komprimierung aller Dateien im aktuellen Verzeichnis. Möchten Sie hingegen die Datei c:\temp\test.dat komprimieren, dann verwenden Sie compact /c c:\tmp\test.dat. Setzen Sie den Parameter /u wird die Datei wieder dekomprimiert.

Eudcedit

Der Editor für benutzerdefinierte Zeichen, kurz Eudcedit, ist überaus hilfreich, um eigene Sonderzeichen, Symbole, Logos oder ganze Fonts zu gestalten. Bis zu 6400 eigene Zeichen lassen sich damit als Truetype-Font zur Verfügung stellen.

Eudcedit funktioniert wie ein Icon-Editor. Sie malen einfach die nach dem Programmstart automatisch angezeigte Maske aus. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, verknüpfen Sie das benutzerdefinierte Symbol mit einer oder allen installierten Schriftarten, um es nutzen zu können.


Eventtriggers

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Windows XP kann Systemvorgängen so genannte Event Trigger zuordnen. Bei bestimmten Ergebnissen der überwachten Vorgänge löst das System dann benutzerdefinierte Ereignisse aus. Mit dem Programm Eventtriggers können Sie selbst solche Auslöser definieren, löschen und anzeigen. So ist es etwa möglich, einen Windows-Dienst zu überwachen und bei einem Absturz automatisch eine Meldung an den Administrator zu schicken. Geben Sie den Befehl eventtriggers ohne Parameter ein, zeigt er eine Liste von Ereignisauslösern an. Weitere Details finden Sie auf der Seite www.microsoft.com/resources/documentation/windows/
xp/all/proddocs/en-us/eventtriggers.mspx.


Findstr

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Der Befehl findstr (Find Strings) sucht unter Verwendung regulärer Ausdrücke nach beliebigen Textstellen innerhalb von ASCII-Dateien. Damit finden Sie auch bestimmte Textmuster im Gegensatz zu nur exakten Zeichenfolgen. Die Notation verwendet Standardzeichen und Metazeichen.

Im einfachsten Fall besteht der reguläre Ausdruck aus dem Text, nach dem Sie suchen. Ein regulärer Ausdruck kann aber auch eine etwas vage Beschreibung des gesuchten Textfragments sein. So können Sie damit beispielsweise nach dem Vorkommen der Buchstabenkombination ABC gefolgt von einem beliebigen Zeichen und dem Buchstaben X suchen. Möchten Sie einfach nur nach Dateien suchen, die einen bestimmten Text enthalten, ist findstr aber auch hilfreich.

Dazu bietet das Programm Parameter an, mit denen Sie die Suche steuern. So legen Sie mit /s fest, dass die Suche rekursiv in allen Dateien und Unterordnern eines Ordners erfolgen soll. Mit /i unterdrücken Sie die Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung. Verwenden Sie Leerzeichen, um mehrere Zeichenfolgen in einer Datei zu suchen: findstr “PC Intel” datei.txt.

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Irftp

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Das Programm Irftp hat einen ähnlichen Zweck wie das Programm Ftp. Irftp kümmert sich also um den Transfer von Daten über ein Netzwerk mit einem FTP-Server. Dabei ist Irftp eine spezielle Variante von FTP, die sich ausschließlich um den Datenaustausch über Infrarotverbindungen kümmert. Verfügen Sie zum Beispiel über einen Laptop und ein Handy mit Infrarotschnittstelle, können Sie mithilfe von Irftp Daten zwischen Handy und Laptop austauschen. Dank des zusätzlichen Parameters /h können Sie festlegen, ob der Dateiversand ohne Anzeige des Dialogfelds Drahtlose Verbindung abgewickelt wird


Msg

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Mit dem Kommando msg können Sie innerhalb des Netzwerks Textnachrichten an einen oder mehrere Benutzer im Netz senden. Möchten Sie die Nachricht an einen bestimmten Benutzer schicken, sollten Sie auch den Namen des Rechners angeben, an dem der Benutzer gerade eingeloggt ist. Der Nachrichtentext erscheint dann in einer Dialogbox auf dem Desktop des Computers.

Wollen Sie zum Beispiel an den Benutzer hackbert auf dem Rechner sicherebank eine Nachricht senden, tippen Sie diesen Befehl in die Kommandozeile ein:

msg hackbert /SERVER:sicherebank

Anschließend steht die Eingabe des Nachrichtentextes an. Der Text kann beliebig lang werden. Um das Ende des Textes zu markieren und die Eingabe des Textes zu beenden, drücken Sie die Taste [Enter], so dass Sie in eine neue Zeile gelangen. Dort drücken Sie dann die Tastenkombination [Strg] + [Z] und bestätigen dies nochmals mit [Enter]. Daraufhin wird der Nachrichtentext dann gleich an den Empfänger gesendet.


Nslookup

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Mithilfe von Nslookup können Sie nach IP-Adressen von Rechnern suchen. Wollen Sie beispielsweise wissen, welche IP-Adresse sich hinter der URL www.pcproblog.de verbirgt, geben Sie dieses Kommando ein:

nslookup www.pcproblog.de

Solche Informationen sind unter anderen dann von großer Wichtigkeit, wenn Sie eine Diagnose der DNS-Infrastruktur (Domain Name System) durchführen.
Das Programm Nslookup ver
fügt aber auch über einen interaktiven Modus, mit dem Sie weitere Informationen aus den Namensdiensten erfragen können. Dazu starten Sie das Programm ohne Parameter.