Vodafone bleibt bei Roaming-Gebühren hart (Update)

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Der zweitgrößte deutsche Mobilfunknetzbetreiber sieht keinen Anlass, die Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland zu senken.

“Wir haben das günstigste Angebot im Markt”, behauptete gestern ein Vodafone-Sprecher. Er bezog sich damit allerdings auf die Auslands-Konditionen, denn seit Juni 2005 dürfen Vodafone-Kunden in 20 Ländern zu denselben Minutenpreisen telefonieren wie in Deutschland. Allerdings wird pro ab- oder eingehendem Telefonat noch ein Extraentgelt von 75 Cents fällig.

Vodafone sehe auch keinen Anlass, die so genannten Terminierungsentgelte (11 Cents pro Minute), die bei Weiterleitung von Gesprächen aus dem Festnetz von den Mobilfunknetzbetreibern erhoben werden, weiter zu reduzieren. T-Mobile verlangt ebensoviel, während E-Plus und O2 sogar 12,4 Cents die Minute kassieren.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hatte eine weitere freiwillige Preissenkung der Unternehmen gefordert. Die jetzigen Gebühren seien im europäischen Vergleich immer noch hoch.
Bundesnetzagentur und EU-Kommission sind sich einig, dass alle vier deutschen Netzbetreiber bei Gesprächen, die aus dem Festnetz in ihr jeweiliges Netz gehen, eine marktbeherrschende Stellung haben.
(rm/mk)

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