Netzwerk tunen
Netzwerkgeschwindigkeit

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Es ist das eine, ein Netzwerk zum Laufen zu bekommen, doch es ist etwas
ganz anderes, es auf optimale Performance hinzutrimmen.

Windows-Netzwerk

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Allgemein gilt, dass es nicht besonders schwierig ist, zu Hause ein Windows-Netzwerk aufzusetzen. Ältere Netzwerkkarten werden von Windows XP automatisch erkannt und installiert, und wenn Sie ein brandneues Motherboard mit integriertem Gigabit- Ethernet-Chip haben, dann ist das Ganze auch nicht viel schwieriger: Dessen Treiber werden üblicherweise während der Erstinstallation zusammen mit den anderen Treibern für integrierte Geräte aufgespielt. Verbinden Sie die Computer mit dem DSL-Router. Dessen DHCP-Server kümmert sich um die IP-Adressenvergabe. Geben Sie noch die Ordner frei, die allgemein verfügbar sein sollen, und das war?s auch schon. Während das dem Gelegenheitsnutzer reichen mag, werden echte Computerfreaks gewiss ihr Netzwerk bis an seine Grenze ausreizen wollen. Und in der Tat lässt sich immer manches optimieren. Während die meisten einfach nur an höhere Geschwindigkeiten denken, wenn sie sich über die Netzwerkoptimierung Gedanken machen, gibt es doch auch andere wichtige Aspekte. So kann ein Netzwerk eigentlich nie sicher genug sein. Dieser Punkt ist so bedeutend, dass er in einem eigenen Bereich dieses Hefts behandelt wird. Doch fast genauso wichtig ist Robustheit. Niemand will, dass es im Netzwerk andauernd zu Zugriffsproblemen kommt.


WLAN vs LAN

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Wenn es um die Netzwerkgeschwindigkeit geht, müssen Sie mit Faktoren rechnen, die nicht einfach geändert werden können und dennoch einen enormen Einfluss auf die Netzwerkleistung haben. Denken Sie beispielsweise an Ihre Internet- Verbindung. Das Buchen einer schnelleren DSL-Leitung mag vielleicht zehn Euro mehr im Monat kosten, aber dies wird die gefühlte Geschwindigkeit drastischer erhöhen als irgendein Tipp, den wir Ihnen geben könnten. Ein weiterer solcher Faktor ist der Netzwerktyp. Angenommen, Sie haben sich WLAN-Geräte gekauft, weil diese doch so einfach zu installieren sind.

3 MByte pro Sekunde
Sie werden damit einen Datendurchsatz von rund 2 oder 3 Megabyte pro Sekunde erreichen, und dramatisch wird sich das nicht ändern, egal, wie sehr Sie Ihr System tweaken. Doch wenn Sie sich eine Bohrmaschine besorgen, Löcher durch die Wand treiben und Ethernet-Kabel ziehen, werden Sie Ihre Daten vielfach so schnell transferieren können. Das gilt natürlich ganz besonders, wenn Sie sich Gigabit-Ethernet-Geräte besorgen. Die Hardware ist nicht sonderlich teuer und zudem ziemlich einfach zu installieren, sieht man vom Strippenziehen ab. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, welche Geräte Sie brauchen und was es sonst noch zu berücksichtigen gilt. Netzwerke müssen nicht homogen sein. Machen Sie Ihr Netzwerk flexibler, indem Sie WLAN-Geräte oder Firewire-Verbindungen integrieren. Firewire-Vernetzung bietet extrem hohe Datenraten, und Firewire-Verbindungen sind im Handumdrehen installiert. Verwenden Sie die Überbrückungsfunktion von Windows XP, um Ihre verschiedenen Netzwerke zu einer Einheit zu verbinden ? zu einem Netzwerk, das genau für Ihre Zwecke optimiert ist.


Kommandozeile

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Im Gegensatz zu vielen Empfehlungen sind die Vorgabe-Einstellungen für Netzwerke in Windows XP gar nicht so übel. Viele der »Geheimtricks« oder »verborgenen Einstellungen«, die man Ihnen anderswo empfehlen mag, sind völlig nutzlos oder, schlimmer noch, können Ihre Netzwerkperformance nachhaltig verschlechtern. Allerdings gibt es schon ein paar Einstellungen, die es sich lohnt zu ändern. Das gilt vor allem bei Vorgaben, die eher für Büro-Umgebungen gedacht sind. Sie können Sie aufWerte abändern, die besser zu einem Familiennetzwerk passen. Sie finden auf den folgenden Seiten detaillierte Informationen, was Sie ändern können und wie dies exakt erfolgen sollte. Die monochrome Kommandozeile ist so sehr zum Symbol für Profi-Hacking geworden, dass ihr im Film »Matrix« ein Denkmal gesetzt wurde. Aber es wäre ein großer Fehler, sich vor der Kommandozeile zu fürchten. Sie brauchen kein Freak zu sein, wenn Sie sie benutzen wollen. Tatsächlich stehen viele besonders nützliche Kommandos zur Überwachung und Konfigurierung des Netzwerks nur dort zur Verfügung. Es ist klar, dass Sie keine Gesamteinführung zur Kommandozeile lesen wollen, nur um die wichtigsten dieser Kommandos einzusetzen. Daher wurden unsere Tipps derart verfasst, dass Sie für jeden perfekt einsetzbar sind, auch für Anwender mit keiner oder wenig Kommandozeilenerfahrung.


Netzwerk-Einstellungen

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Es gibt eine ganze Reihevon Stellen in Windows XP, wo Netzwerk-Einstellungen konfiguriert werden. In der Systemsteuerung gibt es die Netzwerkverbindungen. Alle grundlegenden Verwaltungs- und Optimierungstätigkeiten nehmen Sie hier vor. Auf der linken Seite des Fensters finden Sie eine Liste mit Links auf häufig gebrauchte Aufgaben wie das Erstellen einer neuen Verbindung. Alle vorhandenen Verbindungen werden auf der rechten Seite dargestellt.Wenn Sie eine solche Verbindung markieren, zeigt die linke Spalte die Aufgaben, die Sie an dieser Verbindung vollziehen können, also zum Beispiel sie reparieren oder konfigurieren.

Eigenschaften von TCP/IP
Um eine Verbindung zu konfigurieren, müssen Sie normalerweise auf das Internet-Protokoll (TCP/IP) in den Eigenschaften zugreifen, indem Sie darauf doppelklicken. Ein weiteres wichtiges Applet in der Systemsteuerung ist die Windows-Firewall. Hier konfigurieren Sie die systeminterne Firewall, die Ihr Netzwerk schützt, es unter Umständen aber auch lahm legen kann, sofern sie nicht sauber konfiguriert ist. Kompliziertere Konfigurationsaufgaben führen Sie mit Applets durch, auf die Sie über Verwaltung in der Systemsteuerung zugreifen. Verwaltung ist eigentlich nichts anderes als ein Ordner, in dem sich unter anderem Dienste (wo einige wichtige Netzwerkdienste eingestellt werden) und Lokale Sicherheitsrichtlinien (mit mehreren bedeutenden Netzwerksicherheitsrichtlinien) finden.


Schnelldiagnose

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1) Wählen Sie Start/Ausführen, und geben Sie CMD ein.
Betätigen Sie die Eingabetaste, geben Sie netsh diag gui ein, und drücken Sie erneut die Eingabetaste. Das Diagnosetool öffnet sich.

2) Klicken Sie auf Überprüfungsoptionen festlegen,
und setzen Sie die Haken bei allen Optionen, die Sie interessieren.

3) Klicken Sie auf System überprüfen.
Diese Prüfung kann durchaus ein Weilchen dauern.

4) Schließlich werden die Ergebnisse angezeigt.
Klicken Sie auf die kleinen Pluszeichen, um einen Eintrag zu erweitern. Wenn ein Test fehlgeschlagen ist, müssen Sie dem Problem sofort auf den Grund gehen.

Autor: swasi
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