China: US-Kongress verhört Internetfirmen wegen Selbstzensur (Update)

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Während China seine strenge Zensur des Internets verteidigt und die Inhaftierung von so genannten Web-Dissidenten bestreitet, standen vier Webfirmen in Washington vor einem Untersuchungsausschuss. Der Vorwurf: Selbstzensur ihrer asiatischen Portale.

Die US-Unternehmen Yahoo, Google, Microsoft und Cisco mussten sich gestern vor dem US-Kongress für eine Reihe von Zensur-Fällen in China verantworten.

Nachdem das Filtern von politisch unbequemen Inhalten und Blockieren ausländischer Webseiten international heftige Kritik hervorgerufen hatte (wir berichteten), werden die Internetfirmen nun von einem Unterausschuss in Washington in die Mangel genommen.

Handelsrepräsentant Rob Portman (Bild) kündigte gestern an, die USA werde ihre Haltung zu den Vorgängen in Asien überdenken.
Die beschuldigten Firmen benutzten das Argument, sich “in einem schwierigen Markt” zu bewegen und daher zu Kompromissen gezwungen zu sein. Die vorgeladenen Konzerne übernahmen nur halbherzig die Verantwortung für die Vorfälle der vergangenen Wochen.

Das Komitee in Washington will nun ein eigenes Gesetz einführen, nachdem es Internetunternehmen verboten wäre, politische sowie religiöse Grundsätze zu filtern bzw. zu zensieren. (rm/ds)

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