Aktionäre kürzen den Lucent-Managern die Gehälter

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Die Anteilseigner des Technologie-Konzerns entschieden gestern mehrheitlich, dass die Einkünfte des Top-Managements künftig stärker beschnitten werden müssen.

Die Hauptversammlung von Lucent Technologies sprach sich dafür aus, dass die Bezüge der Top-Manager nicht unbegrenzt an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt werden dürfen. Zudem sollen die leistungsabhängigen Bezüge für Führungskräfte nicht mit Zuwendungen in die Pensionsvorsorge verknüpft werden.

Auslöser dieser “Revolution” beim Netzwerk-Ausrüster: Während die Firmenaktie in den vergangenen Jahren 50 Prozent ihres Wertes einbüßte und der Nettogewinn allein in 2005 um 40 Prozent schrumpfte, belohnte sich der Vorstand unter CEO Patricia Russo mit knapp 64 Millionen Dollar (fast 54 Mio. Euro) Boni für diese Negativ-Performance. Mehr noch, die Manager belasteten den Pensionsfond der Lucent-Mitarbeiter mit Krediten in Höhe von 973 Millionen Dollar (818 Mio. Euro). (rm/ds)

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