Der Nutzen von Entertainment fürs Geschäft
Arbeiten, Ausruhen und Spielen – alles gleichzeitig

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IT-Abteilungen könnten von der Annäherung zwischen Technologie für Unternehmen einerseits und für Verbraucher andererseits profitieren.

E- und U-Technik?

Der Nutzen von Entertainment fürs Geschäft

Immer nur Arbeit und keine Spielchen – so wird jeder Mitarbeiter leicht in die innere Kündigung gehen. Also ist es an der Zeit, dass die Unternehmen akzeptieren, dass Arbeit und Vergnügen immer stärker verflochten werden müssen – und auch, dass dies für alle von Nutzen ist.

Seit undenklichen Zeiten haben IT-Anbieter versucht, chinesische Mauern zwischen den Ausrüstungen für den geschäftlichen Gebrauch und für die Ausstattung der Geräte für den Mann auf der Straße zu errichten. Deshalb gibt es Microsoft Office und Microsoft Works, einen Palm Treo und einen Palm Zire. Es ist eine Möglichkeit für die Aufteilung des Marketings nach demografischen Gesichtspunkten – und für eine unterschiedliche Preisgestaltung.

Und wissen Sie was? Das Ganze steht auf tönernen Füßen. Oft sind diese “verbraucherorientierten” Produkte nur abgespeckte Versionen ihrer unternehmensorientierten Cousins, können aber häufig die gleichen Aufgaben erfüllen.

Anstelle Barrieren aufzurichten müssen die IT-Profis heutzutage lernen, dass die “Inzucht” zwischen Business- und Privattechnologie unvermeidlich ist. So, wie einst die Grenzen zwischen “ernsthafter Musik” und Unterhaltungsmusik fielen, fallen diese nun auch bei der Technik.


Billigcomputer und Internet sind schuld

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Aus technologischer Sicht war die Brücke zwischen diesen ungleichartigen Welten preisgünstige Hardware und das Internet. Zu dem Zeitpunkt, als der Vormarsch der Computer zu Preisen unter 750 Euro Einzug in Millionen zusätzlicher Haushalte gehalten hatte, hat das Internet es für uns alle wesentlich leichter gemacht, das zu leisten, was einstmals komplexe Aufgaben gewesen sind.

Häufig passierte es, dass Kenntnisse, die für den Hausgebrauch erworben worden sind, den Fertigkeiten am Arbeitsplatz zugute kamen. Der erste Vorstoß in die Sphären, einen preisgünstigen Abflusshahn für den Privatgebrauch im Netz zu finden, fand seine Wiederholung bei der Suche nach Büromaterial in der Arbeitsstätte. Die Antwort auf beides ist Google – oder eine beliebige andere Suchmaschine.

Dieser Trend zu preisgünstigen oder kostenlosen Tools ist mit damit zusammengefallen, dass mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern gestatten, von zuhause aus zu arbeiten. Gleichzeitig hat sich die Zunahme an mobiler Computertätigkeit und Kommunikation so ausgewirkt, dass viele von uns ihre “Büroarbeit” auf der Straße, im Zug oder Flugzeug erledigen.

Es ist also nicht überraschend, dass der Laptop nicht nur zu einer Heimstatt für unsere Productivity-Tools geworden ist sondern auch für unsere Fotoalben, Musiksammlungen, Spiele und Webseiten mit unseren Freizeitinteressen.


Unterhaltungstechnik im Unternehmen

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Ein Nebeneffekt besteht darin, dass die ehemalige verbraucherorientierte Technologie sich in die Unternehmenswelt einschleicht und nützliche Aufgaben übernimmt, oft ohne ausdrückliche Kenntnis oder Genehmigung der IT-Chefs. Man schaue sich nur den Aufschwung beim Instant Messaging, dem Google Desktop, den Podcasts, Webseminaren, MyYahoo und vielen anderen an. Die heutigen Kommunikationsformen, Kalenderverwaltungen und andere Anwendungen findet man häufig außerhalb der üblichen Domäne von IT-Abteilungen.

Statt darauf mit einem Anschiss und Forderungen nach Absperrungen des Computersystems zu reagieren, kaufen einige IT-Anbieter und Abteilungen diesem Trend gemäße Einrichtungen. So können zum Beispiel Sidebar-Gadgets auf gehosteten Anwendungen News, Spielstände, Wetter und vieles andere über die Arbeits-Tools hinaus anbieten.

Es ist eine Wahrheit und allgemein anerkannt, dass ein großer Prozentsatz der Anrufe beim Helpdesk durch ein elementares Nutzertraining vermieden werden könnte. Nutzer, die mit Anwendungen vertraut sind und als Gurus für ihre Familien und Freunde agieren, sollten dazu beitragen, die verwaltungs- technische Last in Unternehmen zu verringern.


Diskussion!

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Es ist also kein großes Wunder, dass Firmen wie Google und Yahoo über Business-Teams verfügen oder dass unternehmensorientierte Firmen wie Cisco, Verizon und Dell, die Verbraucher als Zielgruppe ansteuern.

Wo Nutzer durch Produkte an Erfahrung gewonnen haben, wird sich dies unweigerlich bis zu denjenigen herumsprechen, die am Geldhahn sitzen.

Diskutieren Sie mit! Soll mehr Entertainment in Unternehmen erlaubt werden? Oder ist das ein Sicherheitsrisiko? Dürfen die Mitarbeiter den IM nutzen? Oder stört das ewige Gepiepse? Halten Messages und Fotoalben von der Arbeit ab – oder machen sie sie erträglicher?

Sagen Sie Ihre Meinung in unserem Weblog IT Frontal!