Mobilfunk: Prepaid-Guthaben darf nicht verfallen

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Gute Nachrichten für Wenig-Telefonierer: Die Praxis der Mobilfunkanbieter, Guthaben nach einer bestimmten Zeit ohne Aufladung verfallen zu lassen, ist nicht zulässig.

Einem Urteil des Landgerichts München zufolge, dürfen Mobilfunkunternehmen die Guthaben ihrer Kunden nicht löschen. Das Gericht gab damit einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg statt. Laut dem Magazin Der Spiegel handelt es sich bei dem beklagten Unternehmen um o2.

Der Gerichtsentscheidung zufolge ist nicht nur der Guthabenverfall nach einer Laufzeit von zwölf Monaten ohne weitere Aufladung unzulässig, sondern auch der Verfall des Restguthabens bei Vertragskündigung sowie ein Entgelt für eine Anschlusssperre. In allen drei Klauseln sahen die Richter eine unangemessene Benachteiligung der Kunden. (dd)

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