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Hausfrauen gegen Big Brother?
Im Streit um RFID sind kühle Köpfe gefragt

Gewerkschaften, Rechtsanwälte und öffentliche Datenschützer, die über die “Schnüffelchips des Großen Bruders” zu Felde ziehen, sollten keine Möglichkeit erhalten, die Zukunft dieser Technik zu beeinflussen.

von James Woudhuysen 0

Wachsender Geschäftszweig

Hausfrauen gegen Big Brother?

Anfang diesen Monats hat Bain Capital (eine der weltweit führenden Consulting-Gesellschaften im Private-Equity-Geschäft) eine recht wenig beachtete Maßnahme getroffen und 3 Milliarden US-Dollar für den Geschäftsbereich Sensoren und Steuerungsmodule von Texas Instruments bar auf den Tisch gelegt. Diese Sparte hat ein Absatzvolumen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr und bietet Produkte zur Überwachung von Geräten, Klimaanlagen und Fahrzeugen an.

Das Wachstum dieses Geschäftszweiges verläuft nach Ansicht von Texas Instruments etwas zu langsam, vergleicht man es mit dem der Chips – es liegt “nur” bei sieben Prozent pro Jahr und nicht bei 17.

Für Bain sieht das nicht nach einer schlechten Quote aus. Es ist ein Beweis mehr dafür, dass den Sensoren – und insbesondere drahtlosen RFID-Etiketten – ein tolles Jahrzehnt bevorsteht. Schon jetzt plant Wal-Mart, bis Dezember mehr als ein Viertel seiner amerikanischen Filialen auf Paletten umzustellen, die mit RFID ausgestattet sind. Bei einer Konferenz, die von der Wharton School of Business voriges Jahr veranstaltet wurde, war zu hören, inwiefern der “heilige Gral” der RFID-Technik eine Chance ist, jedes Teil eines Produkts – angefangen von seiner Montage in China über die Verpackung in Japan, den Versand über Europa bis zum Vertrieb in den USA – zu überwachen und zurückzuverfolgen.

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