Digitalkamera: Nikon D200
Kostspieliges Schnäppchen

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Eine hohe Verarbeitungsqualität zeichnet die Spiegelreflexkamera D200 von Nikon aus. Zudem überzeugt sie durch gute Bildqualität und eine nahezu perfekte Ergonomie.

Testbericht

Digitalkamera: Nikon D200

In der Verarbeitung des Magnesiumgehäuses der D200 setzt Nikon bis ins kleinste Detail auf Qualität. Sogar die Abdeckklappen für die Anschlüsse sind gummiert und bieten Schutz vor Staub und Regen. Damit kann sich die Kamera durchaus mit den Arbeitsgeräten professioneller Fotografen messen. Erst diese hohe Verarbeitungsqualität lässt es zu, dass die Kamera auch bei widrigen Outdoor-Bedingungen zum Einsatz kommen kann.

Trotz ihrer hohen Auflösung von 10,2 Megapixeln ist die Artefaktrate der D200 sehr gering (Artefaktnote 3,0). Auch bei der Scharfzeichnung hält sich die Kamera sehr zurück. Dies sorgt für eine neutrale und präzise Wiedergabe von Kanten in allen Richtungen. Die unverfälschten Aufnahmen der Nikon D200 liefern ideale Informationen für eine anspruchsvolle Bildbearbeitung auf Profi-Niveau. Unterstützend kommt das außergewöhnlich gute Rauschverhalten über den gesamten ISO-Bereich hinzu: Von ISO 100 bis 800 rauscht es nur ganz leicht in den dunklen Bildbereichen.

Bei ISO 1600 bis 3200 überzeugt die D200 mit sehr geringem Helligkeits- und kaum wahrnehmbarem Farbrauschen (Test ohne die zuschaltbare Rauschunterdrückung). In diesen Extrembereichen übertrifft die Nikon den klassischen Kleinbildfilm. Mit dem für den Kameratest verwendeten Objektiv (Nikon AF-S DX 17 bis 55 mm/2.8 G IF-ED; Preis: 1649 Euro) zeigen die Bilder bei offener Blende (2,8) eine sichtbare Randabdunklung. Allerdings ist diese für ein solch lichtstarkes Objektiv sehr gut korrigiert. Ein kurzer Crosstest zeigt, dass die D200 auch mit anderen klassischen Nikon-Objektiven sehr gute Werte liefert.


Auch für Anfänger geeignet

Digitalkamera: Nikon D200

Die D200 lässt sich im Automatikmodus selbst von einem Fotoanfänger bedienen. Schalter, Knöpfe und Drehräder sind gut erreichbar und machen einen sehr stabilen Eindruck. Im manuellen Betriebsmodus folgt Nikon voll und ganz der von ihren analogen Modellen bekannten Logik. Als Neu- oder Umsteiger auf Nikon wird kreatives Fotografieren ohne Zuhilfenahme des Handbuchs nicht so einfach funktionieren.

Die digitale Spiegelreflexkamera kostet zwar über 1600 Euro, doch die Leistungen entsprechen annähernd denen der Profikamera D2x für 5000 Euro. Nikon macht sich damit eigentlich nur selbst Konkurrenz und bietet mit der D200 ein Modell, das sich für ambitionierte Fotografen lohnt und selbst Profis mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis lockt.


Testergebnis

Digitalkamera: Nikon D200

Hersteller: Nikon
Produktname: D200

Internet: Nikon Homepage
Preis: 1699 Euro (Stand 02/06. Aktuelle Preise im Preisvergleich)

Technische Daten

Auflösung: 10,2 Megapixel (3872 x 2592 Pixel)
Sensor: RGB-CCD (23,6 x 15,8 mm)
Verlängerungsfaktor: 1,5fach
Display/Auflösung: 2,5 Zoll/230000 Pixel
Verschluss: 1/8000 bis 30s

Messwerte
Dateigröße unkomprimiert: 29 404 KByte
Homogenität: 74,9%

Fazit
Eine sehr empfehlenswerte Spiegelreflexkamera, mit professioneller Verarbeitung, guter Bildqualität und nahezu perfekter Ergonomie.

Gesamtwertung: sehr gut
Bildqualität (50%): gut
Ausstattung (25%): sehr gut
Ergonomie (20%): sehr gut
Service (5%): befriedigend