Internet übernimmt zunehmend Wirtschaftswertförderung in Deutschland

Netzwerke

Einer aktuellen Studie zufolge tragen Informationstechnik und Telekommunikation zunehmend zur Wertschöpfung in Deutschland bei. Bis 2015 soll der Anteil am Bruttoinlandsprodukt schon 12 Prozent betragen.

Am Montag stellten in München T-Online, Hubert Burda und Euro-Lab die neueste Deutschland-Online-Studie (Titel: “Deutschland Online 3“) vor. Dem Papier zufolge, das auch als PDF kostenlos heruntergeladen werden kann, verdoppelte sich der Anteil des Internets am Bruttosozialprodukt im Vergleich zum Vorjahr. Rein statistisch hochgerechnet soll das Medium bereits 2015 einen Anteil von 12 Prozent der Wirtschaftswertförderung einnehmen.

Die 114 befragten Experten aus der deutschen Wirtschaft und aus öffentlichen Einrichtungen sehen das Internet in Zukunft als elektronisches Leitmedium neben Fernsehen und Radio. Nachholbedarf bestehe aber nach wie vor bei der “Bildung über elektronischer Kanäle”, behauptet die Studie. Deutschland werde etwa beim Einsatz von “E-Learning” erst 2010 auf dem Stand sein, den die Schweden schon heute haben.

Positiv sei die Entwicklung von Anwendungen für breitbandige Netze, zum Beispiel Internet- und Videotelefonie. Ein maßgeblicher Treiber für schnelle Internet-Zugänge seien in den kommenden Jahren Kommunikations- und Unterhaltungsangebote – wie sie natürlich T-Online, Initiator der Studie, anbieten will.

Die Studienteilnehmer erwarten, dass sich im Jahr 2015 schon 23 Prozent der Haushalte Videofilme per Web ansehen und ganze 31 Prozent Musik abrufen werden. Technisch rückt die Online-Nutzung per Fernsehgerät immer mehr in den Vordergrund.

Kein Wunder, dass sich da andere Branchen ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen. So setzt etwa das Telekommunikationsforum DECT auf einen neuen Standard, der Internet-Services ganz einfach und ohne PC-Basteleien ins Telefon integrieren soll – inklusive Musikdownloads und dergleichen mehr. (mk)

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