Musikdownloads ersetzen CD-Käufe

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Die Musikindustrie sieht in den Downloads nicht mehr nur eine Bedrohung, sondern auch einen Weg, den Rückgang im CD-Absatz zu kompensieren.

Nach Jahren des Jammerns hofft die Musikindustrie dank Download-Diensten wieder auf eine positive Marktentwicklung. “Das Wachstum der digitalen Musik wird schneller sein als die Verluste im CD-Geschäft. Der Markt insgesamt wird wieder größer”, meint etwa Eric Nicoli vom britischen Plattenkonzern EMI. Bei Yahoo sieht man gar das Ende der CD: “In zehn Jahren ist die CD tot”, prognostiziert Dave Goldberg, beim Portalbetreiber verantwortlich für das Musikgeschäft.

Erst in den vergangenen drei Jahren begann man, mit Download-Diensten vom Boom digitaler Musik zu profitieren. Zuvor hatte man sich vor allem über den illegalen Dateitausch beschwert und Downloads als Bedrohung empfunden.

Bei Yahoo sieht man die Zukunft in Abo-Modellen. “Kein Mensch wird langfristig für jeden einzelnen Download zahlen wollen.”, ist sich Dave Goldberg sicher. Gute Chancen werden auch Musikgemeinschaften eingeräumt, in denen Musikhörer legal gekaufte Stücke anderen Nutzern empfehlen und zum Anhören zur Verfügung stellen können. Die Plattenfirmen erhoffen sich davon einen deutlichen Marketingeffekt. (dd)

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