Handys erhöhen das Krebsrisiko nicht

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Britische Wissenschaftler konnten in einer Studie mit 2682 Teilnehmern im Zeitrahmen von vier Jahren keinen Zusammenhang zwischen Auftreten von Hirntumoren und der Nutzung von Mobiltelefonen feststellen.

Zwischen 2000 und 2004 interviewten Wissenschaftler der Universitäten von Leeds, Manchester und Nottingham in Zusammenarbeit mit dem britischen Krebsforschungsinstitut 996 Menschen mit Gehirntumor und 1716 gesunde Kontrollpersonen.

Das macht die Untersuchung, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, zur bislang größten Studie zu diesem Thema, so Pressetext.at.

Die epidemiologische Untersuchung konnte nicht nachweisen, dass die Nutzung von Mobiltelefonen – auch nicht der verstärkte Einsatz – das Risiko der Entstehung eines Tumors erhöhte.

Die Wissenschaftler konnten zwar einen Zusammenhang zwischen der Position des Tumors und der Seite des Kopfes, mit der die Patienten in der Regel telefonieren, nachweisen. Aufgrund der Ergebnisse der gesamten Studie gehen sie allerdings davon aus, dass sich die Patienten nicht richtig an ihr Telefonierverhalten erinnern: Keinen Zusammenhang gab es nämlich zwischen der Händigkeit der Betroffenen und dem Krebsbefall im Gehirn.

Lennart Hardell von der Örebro Universitet zweifelt an den Ergebnissen der Studie: 2005 stellte er in einer in Schweden durchgeführten Studie einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Mobiltelefonen und einem erhöhten Hirntumor-Risiko fest. Auch ein Mitautor der britischen Untersuchung ist kritisch: Anthony Swerdlow ist der Meinung, dass der verhältnismäßig kurze Zeitraum intensiver Handy-Nutzung kaum eindeutige Schlussfolgerungen zulässt. (ds)

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