Unternehmen billiger ans Netz bringen
DSL reduziert Breitbandkosten

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Sollten sich fehlende Service-Garantien als Hindernis beim Wechsel von Standleitungen hin zu billigem, schnellen DSL erweisen?

Hohe Konkurrenz

Unternehmen billiger ans Netz bringen

In den letzten Jahren ist die Konkurrenz unter den Anbietern von Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugang beständig gewachsen. Das hat zu niedrigeren Preisen und höheren Geschwindigkeiten geführt.

Die Zahl der Anbieter und Tarife ist inzwischen kaum noch zu überblicken; man kann aber getrost davon ausgehen, dass sich für alle Bedürfnisse etwas findet: So werden etwa Geschwindigkeiten von bis zu 576 kbit/s up und 6016 kbit/s down angeboten. Solche Leistungen lassen sich zwar wahrscheinlich nur erreichen, wenn die Entfernung zu einer derartigen Leitung nicht zu groß sind; aber die Zahlen zeigen immerhin, in welche Richtung die Entwicklung läuft (Ein Überblick über Tarife und Geschwindigkeiten findet sich etwa bei http://www.onlinekosten.de/breitband/tarife/liste.)

Dass es derartige Service-Angebote gibt, sollte den Verantwortlichen in IT-Abteilungen zu denken geben: Viele Unternehmen könnten die Downstream-Geschwindigkeit signifikant erhöhen, wenn sie ihre Netzwerke um ADSL-Verbindungen erweitern würden.


Zuverlässigkeit auch bei Billigangeboten?

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Wie sieht es aber bei der Zuverlässigkeit aus? Eine stabile Internet-Konnektivität ist für immer mehr Firmen lebenswichtig geworden. Keiner der ADSL-Dienste wird mit einem herkömmlichen Service-Level Agreement (SLA) angeboten, aber die Preise sind niedrig, weshalb man sich auch für zwei oder mehr Verbindungen entscheiden könnte. Wenn die Ausfallmuster der Schaltkreise statistisch unabhängig sind, sinkt sich die Ausfallwahrscheinlichkeit einfach exponential.

Hat beispielsweise eine Verbindung eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,001 (0,1 Prozent), dann haben zwei die Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,000001 (0,0001 Prozent). Anders gesagt besteht eine Wahrscheinlichkeit von 99,9999 Prozent, dass die Verbindung verfügbar ist.

Der Haken ist natürlich, dass man dafür sorgen muss, dass die Verbindungen möglichst unabhängig von einander sind. Eine gute Methode ist es dabei, Kabel- und Wireless-Dienste zu mixen. Die neuen Wireless-WiMax-Systeme sollten ähnliche Datendurchsatzraten bieten, sind aber nicht von denselben Kabeln im Boden abhängig.


Komplizierte Firmenvernetzung

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Die Konfigurierung eines Systems mit vielen verschiedenen Internet-Verbindungen erfordert raffinierte Router-Arbeiten, um zu gewährleisten, dass der Traffic auch bei einem Ausfall richtig gestöert wird und dass Probleme mit IP-Adressen gelöst werden. Spezielle Kits wie die Flow Control Platform von Internap können hier hilfreich sein.

Es lohnt sich zu prüfen, ob die neuen, billigen ADSL-Dienste verfügbar sind und ob man ein oder zwei Verbindungen in die bestehenden Systeme aufnehmen sollte. Das könnte durchaus dazu führen, dass man einige der teuren Standleitungen mit SLAs streichen kann.