Verbraucherzentralen stellen Online-Banking in Frage

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Bei der zunehmenden Zahl der Betrugsfälle hat auch die Kulanz der Banken Grenzen, fürchten die Verbraucherschützer.

Zwar halten sich die Banken, was die Zahl der Phishing-Opfer angeht bedeckt, doch bei den Landeskriminalämtern häufen sich die Verfahren. Das bereitet nun den Verbraucherzentralen Sorgen, die deshalb das Online-Banking generell in Frage stellen. “Bei den Sicherheitsproblemen müssen wir uns fragen, ob man den Zahlungsverkehr via Internet überhaupt noch empfehlen kann.”, wird etwa Hartmut Strube, Finanzjurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, vom Stern zitiert.

Schließlich müsse man damit rechnen, dass sich die Banken künftig weit weniger kulant zeigen als bisher. Juristisch sei die Lage ohnehin nicht eindeutig, den getäuschten Verbraucher ließe sich Fahrlässigkeit vorwerfen. “Wird allerdings das Online-Banking eines Tages so verbreitet sein wie heute die EC-Karte, müssen wir damit rechnen, dass die Banken weit weniger kulant reagieren und es auf ein Beweislastverfahren ankommen lassen”, warnt Strube. (dd)

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