Profirouter mit VPN: Abhörsicher durchs Internet

Netzwerke

Mit VPN-fähigen DSL-Routern lassen sich Außenstellen oder externe Mitarbeiter leicht in das Firmennetzwerk mit einbinden. Im Test zeigt sich: Nicht alle Router halten, was sie versprechen.

Diese Produkte haben wir verglichen

Profirouter mit VPN

_Lancom 1721 VPN
_Linksys RV042
_Netgear FVL328
_Draytek Vigor 2900i
_Funkwerk Bintec VPN Access 25

Purzelnde Preise bei VPN-Routern

Profirouter mit VPN

Preisgünstige DSL-Leitungen haben teuren Standleitungen schon lange den Rang abgelaufen. Optimale Voraussetzungen also, um per Virtual Private Network (VPN) bei vertretbaren Kosten auf das Firmennetz zuzugreifen. Auch die Erstkonfiguration der VPN-Router ist meist unproblematisch. Hier helfen gute Assistenten wie beim Testsieger von Lancom. Mit 119 bis 695 Euro sind die Preise inzwischen so weit gefallen, dass es sich kaum noch lohnt, einen VPN-Server selbst zu bauen.

Alle sieben Testgeräte haben echte VPN-Server onboard. Das unterscheidet sie von billigen Routern, die lediglich VPN-Passthrough unterstützen. Bei VPN-Passthrough reicht der Router nur den eingehenden Datenstrom an einen VPN-Server im LAN weiter. Die Rechenleistung der Testbesten reicht aus, um 25 oder mehr Verbindungen parallel aufzubauen.

Lancom 1721 VPN

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Die Fülle an Optionen beim Lancom hat der Administrator mit den hervorragend gestalteten Assistenten gut im Griff. Dank Hardwareverschlüsselung ist die Performance ordentlich. Bei der Ausstattung schlägt er alle Konkurrenten: Mit Zertifikatsunterstützung, eigenem DNS-Server, N:N-Mapping zur Verbindung von Netzen mit gleichen Subnetzen und dem integrierten Modem ist der Router für diese Geräteklasse konkurrenzlos gut ausgestattet.

Die Teststrecke

Profirouter mit VPN

Für den Aufbau einer VPN-Verbindung stehen im Labor von PC Professionell zwei eigenständige ISDN-Anschlüsse mit 2-MBit-DSL-Anbindung (2048/256 KBit/s) von M-Net/Nefkom samt entsprechenden Einwahl-Accounts zur Verfügung.

Bei der Bewertung der Resultate ist zu berücksichtigen, dass die Upload-Geschwindigkeit von 256 KByte/s im WAN der begrenzende Faktor ist, denn nur das, was der eine Router über die schmale Leitung losschickt, kann der andere auch empfangen.

An jeden Router werden zwei eigenständige Netzwerke mit jeweils zwei PCs angeschlossen. Deren IP-Adressen sind fest eingestellt, DHCP ist deaktiviert, damit die IP-Adressvergabe sich nicht auf die Messungen auswirkt. Die Netzwerke sind auf unterschiedliche Class-C-Adressbereiche konfiguriert (192.168.1.x, beziehungsweise 192.168.0.x), dadurch können Datenpakete in das jeweils andere Netz ohne Konflikt geroutet werden.

Testergebnisse im Überblick

Profirouter mit VPN

Hersteller Produkt Gesamturteil Leistung (30%) Ausstattung (30%) Bedienung (30%) Service (10%)
Lancom 1721 VPN gut befriedigend sehr gut sehr gut ausreichend
Linksys RV042 gut sehr gut befriedigend gut sehr gut
Netgear FVL328 gut gut befriedigend gut befriedigend
Draytek Vigor 2900i befriedigend befriedigend gut gut befriedigend
Funkwerk Bintec VPN Access 25 befriedigend ausreichend gut befriedigend sehr gut
Autor: natalie
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