Europäische AOL-Töchter sind fast saniert

BreitbandNetzwerke

AOL Deutschland verdoppelte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2005. Das Ergebnis von allen europäischen AOL-Niederlassungen stagniert zwar wieder, doch die europäischen Töchter des Online-Dienstes stehen erst einmal nicht mehr zum Verkauf.

Der Onlineservice AOL Deutschland konnte seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln, berichtet die Tageszeitung ‘Die Welt‘ in ihrer Mittwochsausgabe. Die Zeitung will “aus Unternehmenskreisen gehört haben, dass der deutsche Ableger von America Online ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von rund 80 Millionen Euro erreichen konnte. Im Vorjahr waren es noch 38 Millionen Euro. Weil die US-Muttergesellschaft keine Finanzzahlen für ihre europäischen Tochtergesellschaften veröffentlicht, wollte die Deutschland-Tochter die guten Zahlen aber nicht kommentieren.

AOL Deutschland führt die Töchter des US-Konzerns an und konnte mit seinem Einstieg ins DSL-Geschäft vor allem neue Kundschaft oder umstiegswillige Bestandskunden zu mehr Ausgabefreude bewewgen. Die Briten allerdings müssen einen rapiden Rückgang ihrer Gewinne von 90 auf 40 Millionen Euro verzeichnen; die Franzosen schafften gerade so eine “schwarze Null”.

Die US-Mutter, die in den Jahren 2002 und 2003 noch nach Käufern für das seinerzeit marode Europa-Geschäft suchte, will jetzt nichts mehr von den Verkaufsplänen wissen. (mk)

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