Infineon: Börsengang in Gefahr

IT-ManagementIT-Projekte

Im Vorstand des Münchner Chipherstellers entbrennt ein Streit über die geplante Abspaltung der Speicherchipsparte.

Laut einem gestrigen Bericht der Welt am Sonntag gerate vor allem Vorstandschef Wolfgang Ziebart in die Kritik, da er eine endgültige Entscheidung blockiere. Seit Monaten lägen auch wichtige Personalentscheidungen auf Eis. Nicht einmal der Ort einer neuen Konzernzentrale stehe fest.

Diese unerwarteten Verzögerungen könnten möglicherweise den für Mitte des Jahres geplanten Börsengang der Speicherchip-Sparte in Frage stellen. Der Erlös daraus sollte eigentlich dazu dienen, den verbleibenden Bereich Logistikchips durch Zukäufe zu stärken.

Infineon hat das Problem, seit dem Börsengang im Frühjahr 2000 nicht dauerhaft in die schwarzen Zahlen zu kommen. Selbst im Rekordjahr 2004 reichte es nur zu einem dürftigen Gewinn. Der Aktienkurs liegt zur Zeit bei rund 8,40 Euro. Der Emissionspreis lag bei 35 Euro. [rm/fe]

Autor: fritz
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen