Großbritannien: Strafe per Handy

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Wer in England künftig seine Strafzettel, Geldbußen oder sonstige vom Gericht verordnete Zahlungen nicht begleicht, kann mit einer Handysperre bestraft werden.

Briten könnten schon bald eine staatliche Warn-SMS aufs Mobiltelefon geschickt bekommen, berichtet Reuters: “Zahlen Sie, oder wir schalten Sie ab.” Da vielen jungen Engländern die Handys wichtiger sind als das Auto, könnte dieser Weg besser funktionieren als x Mahnungen im Briefkasten. Auch, wer einer Gerichtsvorladung oder seinen abzuleistenden Sozialstunden nicht nachkomme, dem droht künftig die Handy-Sperre.

Die Regierungspläne gehen auf einen erfolgreichen Versuch in Staffordshire zurück, wo 150 Säumige per SMS gemahnt wurden – 75 Prozent zahlten daraufhin sofort. Der Staat hofft, mit dieser Methode nicht nur schnell die annähernd 50 Millionen Euro Außenstände herein zu holen, sondern auch erhebliche Kosten im Mahnwesen einzusparen. Eine erfolgreiche Anwendung in UK könnte auf andere Länder abstrahlen. (rm/mk)

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