EMI steigt aus Deal mit Napster aus

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Die Umsatzbeteiligung, die Napster-Eigentümer Roxio an die Musiklabels abführen wollte, war EMI offenbar nicht genug. Die Plattenfirma steigt aus.

Seit der vorigen Woche sind bei Napster Deutschland legale Musik-Downloads zum fixen Abopreis erhältlich. Allerdings auch weiterhin ohne Titel von EMI: im letzten Moment hat das Unternehmen die angekündigte Beteiligung zurückgenommen, berichtet Musikmarkt.de.

EMI-Vertreter erklärten gegenüber Presseanfragen, das Napster-Angebot sei den Künstlern gegenüber unfair. Nun könnte es schwer werden für den Musikdienst, denn EMI ist das Label, das Napster die meisten Beiträge von bekannten Musikern liefern würde.

EMI scheint jedoch bei anderen Download-Plattformen mehr zu kassieren und will erst einmal weiterdiskutieren. Schließlich seien die EMI-Titel in Deutschland auch auf Itunes, T-online und AOL verfügbar, erklärte EMI-Deutschland Sprecherin Petra Sippel. Das “Flatrate”-Angebot (beliebige Downloads für einen fixen Monatspreis) von Napster hat bei den EMI-Managern offenbar keinen Anklang gefunden. Würde in einem neuen Vertrag Napster mehr an EMI zahlen müssen, wäre Eigentümer Roxio in derselben Situation wie Apple-Chef Steve Jobs. Der hatte der Musikindustrie die “reine Gier” vorgeworfen. Die Download-Dienste müssen die Abgaben an den Kunden weitergeben.. (mk)

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