Online-Serienbetrug durch Flensburger Autohändler

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Die Staatsanwaltschaft in Kiel ermittelt gegen die Flensburger Firma IMS. Deren Inhaber sollen von Januar bis Oktober 2005 hunderte von Internet-Bestellern um ihre bezahlten Neuwagen geprellt haben.

“Aus dem ganzen Bundesgebiet gehen täglich neue Strafanzeigen ein”, berichtet der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wick in Kiel. Die Betrugsversuche der Flensburger Auto-Onlinehändler könnten zum größten Einzelfall von Internet-Kriminalität in Deutschland werden. Die geschätzte Schadenssumme soll fünf Millionen Euro bereits überschreiten. Inzwischen hätten sich mehr als 500 Geschädigte aus allen Ecken der Republik gemeldet.

Helene und Uwe S., die Inhaber des Autohauses IMS, wurden von der dänischen Polizei auf ihrer Yacht festgenommen. Jetzt sitzt das Ehepaar in deutscher Untersuchungshaft. Yacht, Luxuswagen und Bargeld der beiden wurden beschlagnahmt, das “Tatwerkzeug” http://www.ims-makler.de/ abgeschaltet. In den Serienbetrug könnte ein ganzes Firmengeflecht verwickelt sein, befürchten die Staatsanwälte. (rm/ds)

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