Deutsche Firmen vernachlässigen WLAN-Sicherheit

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Zwar funken die Hälfte der deutschen Unternehmen sensible Daten von einem Rechner zum nächsten, allein die Sicherheit ihrer drahtlosen Netze wollen die wenigsten investieren.

Nur jedes fünfte deutsche Unternehmen will in den nächsten zwölf Monaten gezielt die Sicherheit seiner Funknetzwerke erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Steria Mummert Consulting und der InformationWeek. Dabei besteht in den hiesigen Firmen deutlich mehr Handlungsbedarf, denn 72 Prozent der WLANs sind noch mit dem chronisch unsicheren WEP verschlüsselt, das in WPA und WPA2 schon längst einen Nachfolger gefunden hat.

Dabei steigt das Risikio, von Hackern oder Viren erwischt zu werden, kontinuierlich. In den vergangenen zwölf Monaten war knapp jeder dritte Angriff erfolgreich, 35 Prozent der Unternehmen entstand ein Schaden von bis zu 10 000 Euro. Gleichzeitig stiegen die IT-Ausfallzeiten, nur nach jedem fünften Angriff konnte weitergearbeitet werden. Das ist eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent.

Doch auch den Unternehmen ohne eigenes Funknetzwerk droht Gefahr, warnen die Sicherheitsexperten. Denn die meisten Firmen-Laptops sind dennoch mit WLAN-Karten ausgerüstet, die dann auf Geschäftsreisen ohne Sicherheitsmechanismen eingesetzt werden oder falls sie gar nicht genutzt werden auch nicht deaktiviert werden. (dd)

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