Bundeswehr: Doch kein BlackBerry-Einsatz

Big DataData & StorageMobilePolitikRechtSmartphone

Die Ausstattung der politischen und militärischen Führungsebene der Armee mit mobilen E-Mail-Handys BlackBerry wurde gestern gestoppt.

Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte, wurde der Großauftrag mit T-Mobile widerrufen. Grund: Sicherheitsbedenken des Bonner Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik BSI.

Das BSI hatte in einem internen Bericht bemängelt, dass der gesamte E-Mail-Verkehr der Bundeswehr mit BlackBerry über ein Rechenzentrum in Großbritannien geleitet werde und die britischen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste Zugang zu allen Verbindungsdaten und Inhalten erhalten und somit Wirtschaftsspionage betreiben könnten. “Nun rührt sich gar nichts mehr”, bestätigte ein hochrangiger Ministerialbeamter gegenüber der Wirtschaftswoche. Das Verteidigungsministerium wollte unter anderem alle Generäle mit einem BlackBerry ausstatten.(rm/ds)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen