Hacker-Lücke: Ungewollte Fernabfrage der Handy-Mailbox

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In seiner heutigen Ausgabe deckt das Nachrichtenmagazin Spiegel eine eklatante Sicherheitslücke auf, die sich in allen Mobilfunknetzen auftue. Das Risiko: Hacker könnten auf die Anrufbeantworter von Millionen argloser Handy-Nutzer zugreifen, ohne dass es jemand bemerke.

Alle vier deutschen Mobilfunknetze hätten das schwerwiegende Sicherheitsproblem, da es ohne großen Aufwand möglich sei, beliebige Mailboxen der Handy-Nutzer illegal abzuhören, warnt der Spiegel. Mit etwas Fachwissen sei es möglich, einer Mailbox vorzutäuschen, der Handy-Besitzer rufe selbst an. Durch diesen Trick können Hacker nicht nur unbefugt Nachrichten abhören, sondern auch die Funktionen der Mailbox verändern und sogar auf Kosten des Opfers telefonieren.

Die deutschen Mobilfunkanbieter wurden in den letzten Tagen über das Sicherheitsleck informiert. “Das ist ein schwerwiegendes Problem, von dem wir bisher keine Ahnung hatten”, räumte O2-Sprecher Stefan Zuber ein. Die Anbieter versprachen schnelle Abhilfe und denken über eine Geheimnummer nach, die bei jeder Mailbox-Abfrage verlangt werden könnte. (rm/ds)

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